MacBook Air und Mac mini 2011: Wenig Überraschendes im Innenleben

Bei der Veröffentlichung neuer Apple-Hardware ist iFixit immer am schnellsten, was Reparatur-Anleitungen betrifft. So auch beim neuen MacBook Air und Mac mini, die die Website bereits komplett auseinander genommen und alles mit Fotos dokumentiert hat. Die wichtigste Nachricht: Wer sich Sorgen um möglicherweise fest verlöteten SSD-Speicher im MacBook Air machte, darf aufatmen.

MacBook Air: RAM fest verlötet – aber nicht SSD-Chips

Zuvor gab es Gerüchte, das Apple zwar schnelleren SSD-Speicher verbauen, diesen aber fest mit dem Logic Board verlöten könnte. Das hätte nicht nur zu Folge gehabt, dass defekte SSD-Chips gleich zu einem notwendigen Austausch des Logic Boards geführt hätten – sondern vor allem auch dazu, dass sich ein MacBook Air dann nicht mehr mit größeren Speicher ausstatten ließen.

Zwar handelt es sich bei den SSD-Chips nicht um die schnelleren 19-Nanometer-Modelle gemäß der ONFI-3.0-Anforderungen. Dafür verbaut Apple sie weiterhin auf klingenförmigen Modulen, die sich einfach austauschen lassen. Einem späteren SSD-Upgrade steht also nichts im Wege. Anders sieht das weiterhin beim Arbeitsspeicher aus: Die RAM-Chips sind wie beim Vorgängermodell tatsächlich mit dem Logic Board verlötet.

Käufer müssen sich also schon beim Kauf entscheiden, wie viel Arbeitsspeicher sie haben möchten. Apple liefert alle MacBook-Air-Modelle* in der Standard-Ausführung mit 4 Gigabyte RAM aus, nur das günstigste 11-Zoll-Modell verfügt lediglich über 2 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Auch sonst hat sich im Innenleben des MacBook Air nicht viel verändert – abgesehen natürlich von den neuen Sandy-Bridge-Core-i-Prozessoren und der Thunderbolt-Schnittstelle. Auch die Batterie scheint mit der des Vorgängers identisch zu sein, allerdings ist auf ihr eine neue Modell-Nummer vermerkt – möglicherweise ist der Akku etwas leistungsfähiger als sein Vorgänger. Apple gibt allerdings weiterhin sieben Stunden Laufzeit beim Einsatz für Web-Browsing an.

Mac mini: Kein SuperDrive – aber Platz für zweite Festplatte

Auch im Mac mini* hat sich rein optisch nicht viel verändert: Auch hier gibt es natürlich die neuen Core-i-Prozessoren, der Thunderbolt-Controller entspricht dem Modell der aktuellen iMac-Generation. Am auffälligsten ist auch beim Blick ins Innenleben des Mac mini der Wegfall des optischen Laufwerks: Apple hat den Platz nicht etwa für andere Komponenten verwendet oder das Gehäuse schrumpfen lassen. Stattdessen befindet sich an Stelle des SuperDrives einfach ein Hohlraum.

Hier ließe sich laut iFixit ohne Weiteres eine zweite Festplatte oder SSD-Speicher einbauen – wenn nicht das zweite SATA-Kabel zur Verbindung mit dem Logic Board fehlte. Zubehör-Hersteller könnten allerdings hierfür in Zukunft eine Lösung anbieten, auch Apple selbst verbaut in den Mac-mini-Server-Modellen eine zweite Festplatte.

Reparatur-Wertung: 4/10 für MacBook Air, 8/10 für Mac mini

Am Ende jeder Anleitung gibt iFixit der Hardware eine Note dafür, wie leicht sich das Gerät vom Benutzer selbst reparieren lässt. Das MacBook Air schneidet diesbezüglich mit nur vier von zehn Punkten ab: Ohne einen speziellen Schraubenzieher lässt sich das MacBook Air fast gar nicht öffnen. Alle Komponenten – auch die SSD-Chips – seien proprietär, so dass sich Ersatzteile nur schwer besorgen lassen dürften. Für die SSD-Klingen gibt es allerdings bereits speziell für MacBook-Air-Benutzer hergestellte Ersatzteile.

Beim Mac mini gibt es in Sachen Einfachheit bei der Reparatur hingegen nicht viel zu meckern: Im Gerät gibt es nur Standard-Schrauben, Arbeitsspeicher und Festplatte lassen sich einfach austauschen. Nirgendwo muss der Benutzer beim Auseinandernehmen Kleber entfernen. Allerdings muss der Benutzer für den Austausch des Netzgeräts fast das gesamte Gerät auseinander nehmen, auch lässt sich der Prozessor nicht austauschen.

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Weitere Themen: Mac mini (2012), Macbook

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