Made for iPhone: Bluetooth als heimlicher AirPlay-Ersatz

Apple soll laut Macotakara einen neuen Chip für die Zertifizierung von Zubehör-Produkten angekündigt haben. Er soll es ermöglichen, dass AirPlay-Daten nicht mehr nur über das Netzwerk (WiFi) übertragen werden, sondern auch über Bluetooth. Appleinsider sieht darin eine Gewinn für batteriebetriebene Geräte, da dieser Datenweg weniger Energie verbraucht. Zubehörhersteller sollen auf dieses erweiterte Protokoll im Rahmen der Zertifizierung “Made for iPod/iPhone/iPad” (“MFI”) zugreifen dürfen.
Die Zertifizierung von Zubehörprodukten bei Apple ist für die Hersteller aber alles andere als billig. Deshalb hat sich bei zahlreichen Audiodocks im unteren und mittleren Preisbereich das “reine” Bluetooth als Alternative zu dem Apple-Format AirPlay für die Musikübertragung entwickelt (Beispiel: Audyssey South of Market). Problem dabei ist allerdings: Die Audioqualität in dem bisherigen Standard und der verwendeten Datenrate ist mangelhaft.
Grundsätzlich ist Bluetooth für die Sprachübertragung gedacht, und hierbei sind 64 Kilobit pro Sekunde ausreichend. Theoretisch sind jedoch sogar Datenraten möglich, die auch audiophilen Audiogenuss genügen.

Bleibt zu hoffen, dass Apple zukünftig nicht nur für das AirPlay, sondern auch bei einer direkten Verbindung via Bluetooth größere Datenraten erlaubt. Allerdings würde sich der Elektronikkonzern damit in das eigene Fleisch schneiden: Der Anreiz für die Zubehörhersteller wäre geringer, auf das teuere AirPlay zu setzen.


