Touch und Tastatur im Tablet: Intel zeigt Apple das MacBook der Zukunft

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Intel hat auf seiner Entwicklerkonferenz in Peking die Ultrabook-Tablet-Kombination Cove Point gezeigt. Es könnte genau die Verbindung von iPad-Touchscreen- und MacBook-Tastatur-Feeling sein, die man sich auch für ein Apple MacBook Air oder Pro in naher Zukunft vorstellen könnte.

Touch und Tastatur im Tablet: Intel zeigt Apple das MacBook der Zukunft

Warum eigentlich nicht? Ein bisschen Fantasie wird doch wohl erlaubt sein. Die Verbindung von iPad und MacBook liegt angesichts der Annäherung von iOS und OS X Mountain Lion in Look-and-Feel doch auf der Hand.

Apple verkauft schon jetzt jede Menge mehr iPads als MacBooks. Wie also die anspruchsvoller werdende Kundschaft für gewinnträchtigere Geräte gewinnen? Indem man ihnen vertraute Features in einem professionell nutzbaren Gerät gibt. Voilà: Ein MacBook mit Touchscreen und Tastatur, nutzbar als Tablet wie ein iPad.

Das MacBook Touch, das wir Euch letzte Woche vorstellten, stieß noch auf gehörige Skepsis. Gerade Profis können der Fusion von Touch und Taste nichts abgewinnen. Zwei Welten, die Apple nie vereinen wird, versprechen die Lästerer. Beim MacBook Touch wird der Touchscreen einfach umgeklappt und dient als Tablet. Liegt das Gerät auf dem Tisch, liegt es auf der vertieften, aber offenen Tastatur, wie das Lenovo IdeaPad Yoga.

Dass diese Lösung nichts für Apple sein dürfte, ist trotz ansprechendem und Apple-typisch elegantem Gehäusedesign der MacBook-Touch-Studie schnell klar.

Doch jetzt kommt gerade Apple-Chip-Lieferant und Ultrabook-Erfinder und -Verfechter Intel mit einer Idee, wie man sie von Smartphones mit Schiebetastatur kennt: Der Touchscreen gleitet für den Tablet-Betrieb einfach mit seinem Rücken über die Tastatur!

Gute Idee, so bleibt die Tastatur geschützt und muss nicht deaktiviert werden, der Boden des MacBook, äh Ultrabook, bleibt Boden und die Gummifüßchen schützen ihn vor gefährlichen Kratzern und verhindern das Verrutschen.

Für den Transport schiebt man den Touchscreen zurück, klappt anschließend das Display wie beim normalen Notebook auf die Tastatur und los geht's. Will man tippen, texten, fotoshoppen, klappt man sein Tablet-UltraMacBook einfach auf.

Apple würde es sicher hinkriegen, dass das alles gut gelingt und mit viel Eleganz und Vollendung geschieht. Der erste Entwurf von Intel ist schon mal nicht schlecht.

Cove Point nennt der Chip-Gigant die Verbindung zwischen Tablet-PC und Ultrabook. Unter dem Codenamen Letexo kursierte es auch schon. Es kommt mit Ivy-Bridge-CPU und Windows 8, das mit der Metro-Oberfläche ebenfalls die Verbindung zwischen Tablet- und Desktop-Betriebssystem schaffen will.

Viele erinnert es an das Asus Transformer Pad Prime, das allerdings als reines Android-Tablet fungiert und nur mit Dockingstation um eine Tastatur und Anschlüsse ergänzt werden kann. Doch reine Tablets – auch Androids – kommen nicht an die Performance von Ultrabooks heran, deswegen sind sie auch kein Ersatz für ein Notebook, selbst wenn sie mit externem Keyboard kombiniert werden.

Der Prototyp, den Intel auf dem IDF 2012 in Peking zeigte, hat jedenfalls ordentlich Power, ein 12,5 Zoll großes multitouchfähiges Display und als Anschlüsse zwei mal USB 3.0 und einmal HDMI. Als fertiges Gerät soll die Ultra-TabletBook-Version rund 1000 US-Dollar kosten. Ein Preis, den Intel mit seiner Ultrabook-Kampagne als oberes Limit vorgegeben hat.


Ultrabook-Tablet-Hybrid Cove Point auf dem IDF 2012 (ab 1:05 Min.)

Gary Richman von Intel erzählte Wired über die Entwicklung, dass sie 2011 über verschiedene Formfaktoren, Touchscreens und Convertibles, Notebooks mit schwenk- oder abnehmbaren Displays für Ultrabooks nachgedacht hätten, sie jedoch als untauglich verworfen hätten. „Die Zukunft sehen wir mit Tablets und Windows 8 in der Bedeutung der Touchscreen-Erfahrung.“

Ergebnis dieser Verbindung ist das Cove Point. Und noch einmal: Warum nicht? Eine solche Verbindung zwischen ultramobilem MacBook und Touchscreen für gewisse Apps mit Touch – das wäre doch was, wenn es von Apple käme. Was meint Ihr?

 

Das sagen die Anderen:

Gizmodo: Cove Point: Intels künftiger Tablet-Notebook-Hybrid
t3n: Intel Cove Point vereint Ultrabook und Tablet in einem Gerät

Fotos: Intel

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Weitere Themen: iPad 3, MacBook Pro, Intel


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