Was dem MacBook Air zum guten Ultrabook fehlt

Dem MacBook Air muss geholfen werden. Ladenhüter der es nunmal ist, bedarf es dringend einer Frühjahrskur, einer Anpassung an die Wünsche der Kunden. Diese lechzen ganz offensichtlich nach Ultrabooks mit klobigen Schnittstellen aus der Restekiste. Ein gut gemeinter Ratschlag.

Was dem MacBook Air zum guten Ultrabook fehlt

Dan Ackerman hat schon recht, wenn er Apple rät, das MacBook Air in der nächsten Generation stärker an die aktuell erhältlichen „Ultrabooks“ anzunähern. Ganz genau fünf Dinge fehlen dem Verkaufsschlager Staubfänger zum großen Durchbruch an die Spitze. Da, wo sich HP, Toshiba und Andere tummeln.

1. Eine HDMI-Schnittstelle
Ganz klar, anstatt sich auf die mit großem Tamtam und zweifelsohne einigem finanziellen Aufwand eingeführte Thunderbolt-Schnittstelle zu konzentrieren, liegt es nahe auf Altbewährtes zurückzugreifen. Ein HDMI-Port ist schließlich schon seit Jahren auf der Wunschliste der MacBook-Air-Käufer und was ist Apple, wenn nicht seinen Konsumenten hörig.

2. Billig soll es sein
Ebenso klar: Wenn man nicht die nötige Nachfrage nach einem Produkt verzeichnet, muss an der Preisschraube gedreht werden. Königliche Margen kann sich schließlich nur leisten, wer auch entsprechende Absatzzahlen vorweisen kann und das MacBook Air ist mit seinen 949 Euro Einstiegspreis einfach zu teuer.

Dabei wäre es so einfach, den Ladenhüter zum Aus-den-Händen-Reißer zu machen, indem man sich einfach an HPs Folio 13 oder Dells XPS 13 orientiert.

3. Ethernet-Anschluss
Doch das Preisschild ist nicht der einzige Ort, an dem Apple sich eine Scheibe von der Konkurrenz abschneiden sollte. Das MacBook Air gleicht ohnehin einem Top-Model. Von der Seite kann man es fast schon gar nicht mehr sehen, da käme so ein schöner markanter Netzwerk-Steckplatz gerade richtig. Johnathan Ive muss den dann eben irgendwie in das Gehäuse einpassen. Wer ist hier der preisgekrönte Designer?!

4. USB 3.0. USB 3.0!
Wo wir gerade bei den Schnittstellen sind — wer kennt schon Thunderbolt? Damit hat Apple eindeutig daneben gegriffen und je schneller sie ihren Fehler erkennen und berichtigen, desto besser. „Bis Ende 2012 haben sogar Einsteigermodelle mindestens zwei USB-3.0-Ports“ bemerkt Ackerman zutreffend.

Schließlich hat niemand die Zeit, so lange zu warten, bis die Zubehörhersteller endlich aus dem Knick kommen und Thunderbolt-kompatible Geräte auf den Markt schmeißen.

5. 16:10 vs. 16:9
Alle Videos sind im 16:9-Format. Alle Hersteller spielen mit und lassen ihre Displays ebenfalls in diesem Seitenverhältnis. Nur Apple tanzt mit seiner 16:10-Extrawurst aus der Reihe. Statt 1.440×900 Pixeln im 13-Zoll-Modell wären 1.600×900 angebracht. Wie oft sah man potentielle Kunden im Apple Store verärgert ausrufen: „16:10? Wie kann man nur?!“. Auch Internet-Foren sind randvoll mit Beschwerden über das sinnlose Seitenverhältnis.

Komm‘ schon, Apple, mal ehrlich! Du weißt doch selber, dass Du mit ein paar kleinen Korrekturen ohne weiteres mehrere Millionen Geräte verkaufen könntest. Na ja, denk‘ mal in Ruhe drüber nach.

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