Abgesang aufs MacBook Air: Danke für den Fisch und Tschüss! (Kommentar)

Sven Kaulfuss
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Ein Neuanfang beinhaltet meist auch einen Abschied. Heute sagen wir Lebewohl zum MacBook Air! Der Wegbereiter aller modernen Apple-Notebooks dient nur noch als billiges Alibi, eine Zukunft hat er nicht mehr. Weinen müssen wir aber nicht.

Abgesang aufs MacBook Air: Danke für den Fisch und Tschüss! (Kommentar)

Mit dem heutigen Tag kehrt Apple zu seinen Wurzeln zurück. Erweiterte das MacBook Air einst die Produktmatrix um ein drittes Notebook-Modell im Hause Apple, so wird es alsbald nur noch wie einst eine klassische MacBook- und eine MacBook-Pro-Serie geben. Warum? Nach der Präsentation des neuen MacBook Pro zeigt sich Apples Portfolio folgendermaßen übersichtlich aufgestellt:

Vom MacBook Air verleibt allein das Modell mit 13 Zoll unverändert im Programm, der bisherige Einstiegsrechner mit 11 Zoll scheidet aus. Und auch für die Kunden des großen Air hat Apple schon einen Ersatz parat: Das neue MacBook Pro in der „Spar-Version“ – kleiner und leichter als das aktuelle Air, jedoch ohne neuartige Touch Bar und mir nur zwei Thunderbolt-3-Ports. dafür günstiger als der neue Überflieger (mit Touch Bar ab 1.999 Euro). Wobei, 1.699 Euro sind kein Pappenstiel. Und weil dies so ist, muss das bestehende MacBook Air mit einem Startpreis von 1.099 Euro noch immer als Einstiegsdroge herhalten. Nur in eine Zukunft des Air wird Apple keinen müden Cent mehr investieren – dies hat das heutige Event eindrucksvoll gezeigt.

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Warum auch? Das neue MacBook Pro in 13 Zoll benötigt weniger Fläche, ist leichter und dünner als der bisherige Luftikus. Technisch ist es dem Air haushoch überlegen. Zudem kann Apple aktuell dieses Modell als Neuheit mit einer wesentlich höheren Marge an den Mann und die Frau bringen. Geld spart Apple übrigens auch, wenn man sich zukünftig wieder nur auf zwei Notebook-Reihen konzentriert – MacBook (12 Zoll) und MacBook Pro (13 und 15 Zoll). Das Air muss als Altmodell zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur den unteren Preisbereich abbilden, „fliegen“ muss es schon lange nicht mehr. Und spätestens in einem Jahr, wenn den Job das neue „Sparmodell“ des MacBook Pro übernehmen kann, dann hat das letzte Stündlein geschlagen. Rausfliegen wird dann übrigens auch das alte MacBook Pro Retina in 13 Zoll (Jahrgang 2015), welches Apple mit einem Preisschild von 1.449 Euro noch immer im Store anpreist.

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Danksagung ans MacBook Air

Man mag den Abschied auf Raten des MacBook Air bedauern, am Ende ist er wirtschaftlich und technologisch jedoch für Apple und auch für den Kunden sinnvoll. Es war eine schöne Zeit mir dir, du kleine „Luftnummer“. Noch heute dienst du mir als „Zweit-Book“ und Surfstation für die Couch, davor jahrelang als Redaktionsrechner. Für viele neu hinzugekommene Mac-Nutzer der letzten Jahre warst du der erste Rechner mit dem Apfel drauf. Ich sag es gerne schon mal mit Douglas Adams (dem viel zu früh verstorbenen Multikünstler und Apple-Fan der ersten Stunde): „So Long, and Thanks for All the Fish.“ Hab noch eine schönen Lebensabend mein MacBook Air, du hast ihn dir verdient.

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