MacBook Air Retina 2014: 12-Zoll-Modell am Horizont (Überblick)

Sven Kaulfuss
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Dieser Tage spendierte Apple dem MacBook Air ein kleines Update. Doch war das schon alles? Noch immer gegenwärtig sind Berichte zu einem kommenden, neuartigen MacBook mit 12-Zoll-Display. Sollten Kunden also mit dem Kauf noch abwarten? Wir fassen zusammen.

MacBook Air Retina 2014: 12-Zoll-Modell am Horizont (Überblick)

MacBook Air 2014: Mini-Update

Technologisch fiel das zurückliegende Update des MacBook Air verhalten aus. Leicht schnellere Intel-Prozessoren mit der bestehenden Haswell-Architektur und eine verbesserte Akku-Laufzeit – mehr war nicht drin. Entscheidender: Apple senkte den Preis der einzelnen Modelle . Nie war ein MacBook Air günstiger zu bekommen.

Ein erwünschtes, hochauflösendes Retina Display bleibt dem Luftikus dagegen noch immer verwehrt. Nur das MacBook Pro besitzt nach wie vor dieses Alleinstellungsmerkmal. Überhaupt: Das Grunddesign des jetzigen MacBook Air wurde bereits im Jahr 2010 eingeführt. Das MacBook Air, ein Oldtimer?

Mitnichten. Apple ist nicht dafür bekannt, die Designsprache der eigenen Produkte kurzfristig zu ändern. Die Formgebung steht vielmehr für Beständigkeit und wird so zum unverwechselbaren und wichtigen Bestandteil des Markenbildes. Mit Weitblick gestaltet, erhielt auch das MacBook Air Jahr für Jahr Detailverbesserungen. 2011 wurde beispielsweise die alte Core-2-Duo-Architektur beerdigt. 2012 hielt USB 3.0 Einzug und im letzten Jahr sattelte man auf Intels Haswell um – inklusive der bis dato schnellsten integrierten Grafik. Das Grundgerüst des MacBook Air musste für alle diese Verbesserungen nicht über den Haufen geworfen werden. Nebenbei: Es ist einer der Gründe für Apples beeindruckende Margenzahlen, denn die Entwicklungskosten für das generelle Design halten sich so im Rahmen und können bequem über mehrere Jahre abgeschrieben werden.

Kurzum: Eine Neugestaltung war nicht notwendig. Das MacBook Air wurde so seit 2010 zum Beststeller in Apples Produktportfolio. Der Vorgänger musste sich dagegen noch mit einem Nischendasein begnügen.

Einzig – wie eingangs erwähnt – es fehlt bisher am Retina Display. Warum verweigert Apple seinem Einstiegs-Notebook dieses Quäntchen Komfort?

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Am Horizont: MacBook Air mit 12 Zoll

Ursächlich hierfür könnte die Entwicklung eines neuen Modells mit einem 12-Zoll-Retina-Display sein. Erste Berichte hierzu gab es bereits im Herbst letzten Jahres, neue Nahrung erhielten sie in diesem Frühjahr. Ming Chi Kuo – Analyst bei KGI Securities – sagt demnach ein solches MacBook voraus. Unterstützt wurde diese These durch einen zuverlässigen Informanten in einem chinesischen Forum. Demnach solle das kommende Modell des MacBook Air dünner sein, keinen Lüfter mehr und ein rein berührungsempfindliches Trackpad ohne Druckfunktion besitzen. Das Display erhält zudem eine wesentlich höhere Auflösung. Ergo: Ein Retina Display.

Als Prozessor-Architektur käme Intels Broadwell zum Einsatz – erste Stückzahlen des neuen Chips werden bereits für das dritte Quartal 2014 erwartet. Auch ein aktualisiertes MacBook Pro mit Retina Display dürfte damit ausstaffiert werden.

Auf der zweiten Seite erfahren unsere Leser etwas über die Positionierung des neuen Modells im Portfolio von Apple, zur Wahrscheinlichkeit der Einführung und erhalten eine Kaufempfehlung zum aktuellen Modell.

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