Neue Intel-Chips: Vier Kerne fürs 13-Zoll-MacBook Pro – aber ein Nachteil bleibt

Florian Matthey
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Intel hat gestern neue Chips der Generation „Kaby Lake Refresh“ für Laptops vorgestellt. Mit diesen könnte das 13-Zoll-MacBook Pro erstmals vier Prozessorkerne bekommen – aber weiterhin nicht mehr als 16 GB RAM.

Neue Intel-Chips: Vier Kerne fürs 13-Zoll-MacBook Pro – aber ein Nachteil bleibt
Bildquelle: Apple

Seit gestern sind die neuen Intel-Core-i-Laptop-Chips der Serie „U“ erhältlich, die bisher sowohl im 13-Zoll-MacBook Pro als auch im MacBook Air und Mac mini zum Einsatz kommt. Während Apple die beiden letztgenannten Rechner in der jüngeren Vergangenheit eher „stiefmütterlich“ behandelt, stehen zumindest beim kleineren MacBook Pro die Chancen gut, dass die „Kaby Lake Refresh“-Chips bald zum Einsatz kommen.

Die Leistungssteigerung würde dann deutlich ausfallen. Denn erstmals gibt es die „U“-Chips auch in einer Variante mit vier statt zwei Prozessorkernen, so dass das 13-Zoll-MacBook Pro diesbezüglich mit dem 15-Zoll-Modell gleichziehen könnte. Die Leistungssteigerung zwischen einem Core-i7-Chip der aktuellen Generation „Kaby Lake“ mit zwei Prozessorkernen und 2,7 GHz Taktfrequenz (Turbo Boost 3,2 GHz) und dem neuen Vier-Kern-Core i7 mit 1,8 GHz und Turbo Boost 4 GHz soll bei 40 Prozent liegen.

Intels Werbe-Trailer zu den neuen Prozessoren:

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Intel zeigt das Surface Book 2 vor der Präsentation

Allerdings werden sich MacBook-Pro-Interessenten weiterhin mit 16 GB RAM zufrieden geben müssen: Auch die neuen „Kaby Lake Refresh“-Prozessoren unterstützen nur DDR4-2400- und LPDDR3-2133-RAM. Apple verwendet im MacBook Pro den besonders stromsparenden LPDDR3-Speicher, der aber eben nur mit bis zu 16 GB Kapazität erhältlich ist. Eine Alternative wäre der Nachfolger LPDDR4, den aber wiederum Intel mit den neuen Chips nicht unterstützt.

Apples Marketingchef Phil Schiller hatte letztes Jahr nach der Präsentation der ersten Generation des Touch-Bar-MacBook Pro erklärt, dass die Abstriche, die Apple für mehr RAM bei der Akkulaufzeit machen müsste – wenn das Unternehmen also „normalen“ DDR-RAM verwendete –, einfach zu groß seien. Dies dürfte so lange gelten, bis Intels U-Chips LPDDR4 unterstützten.

Quelle: Intel via Mac Rumors