Neues MacBook oder doch lieber das leicht größere Pro-Modell mit 13,3-Zoll-Display? Mit dieser verzwickten Frage wandte ich mich vor über drei Wochen an unsere Leser. Jetzt gilt: Rien ne va plus – meine Entscheidung ist gefallen. Es obsiegte...

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...das MacBook Pro mit Retina Display in 13,3 Zoll! Ausschlaggebend für meine Entscheidung war am Ende aber weder der schnellere Prozessor, noch die Vielzahl an Schnittstellen (Thunderbolt 2 inklusive) oder gar die leicht bessere Akku-Laufleistung. Mit den diesbezüglichen Einschränkungen des neuen und schlanken Supermodells hätte ich leben und vor allem arbeiten können. Tatsächlich gab dann ein einziges Ausstattungsmerkmal schlussendlich den Ausschlag. Bizarr: Es deckt sich vollends mit meiner Kaufentscheidung im Jahre 2011.

2011: MacBook Air vs. MacBook Pro – Punktsieg für das bessere Display

Damals musste mein bisheriges MacBook ersetzt werden. Zur Auswahl stand einerseits das MacBook Air, anderseits das damals noch aktuelle, heute veraltete MacBook Pro mit SuperDrive (13-Zoll-Modell). Ein Retina-Modell sollte es erst ein Jahr später geben, somit keine Option für mich. Bekanntlich entschied ich mich vor vier Jahren für ein MacBook Air. Der Grund? Neben der schmalen Gestalt entzückte mich vorderhand das höher aufgelöste Display. Das Air bot mit 1.440 x 900 Pixel ein Stück mehr Arbeitsfläche. Das MacBook Pro hingegen allein eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixel. Da ich eher selten mit einem zusätzlichen externen Bildschirm arbeite, war der Griff zum Air eine folgerichtige Entscheidung.

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Die Geschichte des MacBook: 10 Jahre Innovation (Überblick)

2015: MacBook vs. MacBook Pro mit Retina Display – Déjà-vu

Selbiges gilt erneut bei der Gegenüberstellung des neuen MacBook und des MacBook Pro mit Retina Display. Beide besitzen zwar einen „Netzhaut-Bildschirm“, jedoch mit unterschiedlicher Auflösung und unterschiedlichen Skalierungsmöglichkeiten – eine detaillierte Erklärung findet sich hierzu in meinem „Pixel-Guide“.

Letzten Endes bedeutet dies: Das neue MacBook bietet mir hier keinen Fortschritt gegenüber dem bisherigen MacBook Air. Maximal eine dargestellte (skalierte) Auflösung von 1.440 x 900 Pixel ist möglich. Das MacBook Pro mit Retina Display hingegen erlaubt mir bei gleicher Displayfläche des Airs (13,3 Zoll) eine Darstellung von 1.680 x 1.050 Pixel – ein echter und vor allem sichtbarer Fortschritt bei der täglichen Arbeit. Die theoretisch, leichte Unschärfe bei der Skalierung bemerke ich nicht. Im Gegenteil: In diesem Modus ist das Display immer noch wesentlich schärfer als mein bisheriges Air.

Funktion obsiegt über die Form: Vernunft ist Trumpf

Zusammenfassend passt mir diese, persönliche „Kopfentscheidung“ wunderbar ins eigene Arbeitskonzept. Trotz meines schmalen Schreibtischs, der den Einsatz eines Zusatz-Displays erschwert, habe ich nun mehr Platz zum Arbeiten auf dem virtuellen Schreibtisch. Das neue MacBook hätte mir die bekannte Arbeitsweise beziehungsweise Auflösung maximal nur durch ein hübscheres Aussehen versüßt. Am Ende für mich zu wenig.

Übrigens: Das neue Trackpad mit ForceTouch steckt auch im MacBook Pro mit 13-Zoll-Display. Was mich schon jetzt positiv überrascht: Die kleinen Motoren imitieren nahezu perfekt einen echten, physischen Klick. Dieser fühlt sich wirklich so an wie beim Vorgänger oder auch meinem MacBook Air. Faszinierend, denn eigentlich bewegt sich die Trackpad-Fläche ja nicht. Gut gemacht.

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