MacBook Pro 2012: Das Retina-Display zerpflückt

Flavio Trillo
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Ähnlich wie der Kniesehnenreflex reagieren auch die Schrauber von iFixit unverzüglich auf neue Hardware. Sie stürzten sich vor wenigen Tagen bereits auf das neue MacBook Pro und nahmen nun das Retina-Display noch einmal separat unter ihre zerstörerische Lupe.

MacBook Pro 2012: Das Retina-Display zerpflückt

Da alle Geräte in den Räumen von iFixit ohnehin dem Tode geweiht sind, wird sich auch das Display keine Illusionen gemacht haben. Für das MacBook Pro 2012 als Ganzes vergab man dort bereits niedrigste Punktzahlen für „Reparabilität“: 1 von 10 Zählern wegen Pentalobe-Schrauben, aufgelötetem Arbeitsspeicher und eingeklebtem Akku. Eine Wartung in Eigenregie sei fast unmöglich.

Es hieß außerdem, das Display sei nicht zu öffnen und müsse bei defekter FaceTime-Kamera oder fehlerhaften Antennen stets vollständig erneuert werden. Letzteres stimmt nach wie vor, aber vor einem versiegelten Bauteil können die Jungs eben nicht lange untätig herumsitzen.

Um Platz und Gewicht zu sparen, haben Apples Produktdesigner sämtliche Kabel nicht an den Scharnieren vorbei, sondern durch sie hindurch verlegt. Das hat jedoch nicht nur Vorteile. Einerseits muss bei einem defekten Kabel gleich auch das Scharnier mit ausgetauscht werden. Nicht so schlimm, aber im umgekehrten Fall wird es schon ärger: Ein neues Scharnier muss immer auch mit neuen Kabeln geliefert werden. Alle Teile sind nämlich fest miteinander verbunden.

Leider sieht es so aus, als könnte man das eigentliche LCD-Panel nicht aus seiner metallenen Hülle befreien, ohne es zu zerstören. Daran ist die feste Verbindung Schuld, die durch zwei Bahnen Klebstoff erreicht wird.

Am Ende bleibt ein zersplittertes Display und die Erkenntnis, dass Apple zwar mit dem 1,5-Millimeter-Display das Rad nicht neu erfunden hat. Dafür haben sie durch eine neue Zusammenstellung der Bauteile eine Menge Platz gespart. Die Glasscheibe an der Front entfällt komplett und als Rückseite dient einfach das Gehäuse.

So sind beim neuen MacBook Pro Retina die Begriffe „LCD-Panel“ und „Display-Baugruppe“ gleichzusetzen. Eine separate „Reparabilitäts-Punktzahl“ gibt es für das Display nicht. Allerdings kommt iFixit zu der Schlussfolgerung, dass man wohl keine Einzelteile dieser Baugruppe einzeln austauschen kann. Statt dessen werde stets ein komplett neues Display fällig sein.

(Bilder: iFixit.com)

Weitere Themen: Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog

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