Retina MacBook Pro: Limit aktueller Grafikhardware erreicht

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Das neue MacBook Pro mit Retina Display ist ein großer Sprung was die Display-Technologie angeht. Kein anderer Hersteller bietet eine vergleichbare Auflösung in einem Notebook an. Doch mit der hohen Auflösung von 2.880×1.800 Pixeln gelangt die aktuell verfügbare Grafikhardware an die Grenzen ihrer Möglichkeiten.

Retina MacBook Pro: Limit aktueller Grafikhardware erreicht

Einen guten Einblick in die Grafikhardware (via MacRumors) gibt AnandTechs Review des 15″ MacBook Pro mit Retina Display. In dem Artikel werden unter anderem diverse Neuzugänge erwähnt: Über einen längeren Zeitraum hat Apple gleich mehrere AMD/ATI CTOs abgeworben, um von deren Wissen zu profitieren. Mit dem neuen MacBook Pro sehen wir ein Ergebnis dieser Arbeit.

Doch die Performance reicht noch nicht aus, um das Display bei nativer Auflösung ruckelfrei befeuern zu können. In Tests mit den 2.880×1.800 Pixeln sind nicht immer konstante 30 Bilder pro Sekunde möglich, so dass es zu Rucklern beim Zoomen von Fenstern oder Scrollen von Webseiten kommt. Doch das Problem liegt nicht ausschließlich bei der GPU, da Teile der Grafik weiterhin von der CPU geliefert werden. So kommt es etwa beim Scrollen von Webseiten in Safari dazu, dass ein Kern der CPU zu 100 Prozent ausgelastet ist.

Ein Vergleich zwischen altem und neuem MacBook Pro (ohne und mit Retina-Display), konnte das alte MacBook Pro mit hochauflösendem Display 46 bis 60 fps beim Scrollen in Safari erreichen. Das neue MacBook Pro mit 2.880×1.800 Pixeln hingegen kam nur auf 18 bis 24 Bilder pro Sekunde. Speziell der Newsfeed von Facebook macht der CPU schaffen, da die große Zahl der Grafiken erst von der CPU dekomprimiert werden muss bevor sie an die GPU weitergegeben werden.

AnandTech vermutet, dass erst mit Haswell und Broadwell, den Nachfolgern des aktuellen Ivy Bridge, genügend Leistung vorhanden sein wird, um Apples Anforderungen an die Grafikhardware befriedigen zu können.

Doch nicht nur neue Hardware wird dabei helfen, um derartige Ruckler zu verbessern. So wird die Performance etwa dank OS X Mountain Lion einen guten Schritt nach vorne machen. Safari wird in Mountain Lion verstärkt Core Animation nutzen, um so die Arbeit von der CPU auf die GPU auszulagern. Bei Tests mit der Developer Preview konnte AnandTech 20-30 Bilder pro Sekunde bei den Safari-Tests erreichen.

Thunderbolt Displays mit Retina-Auflösung

Doch nicht nur die Grafikchips limitieren den Einsatz von Retina-Displays. Auch der Weg von Grafikchip zum Display ist ein Problem, wie Marco Arment schreibt. Ein 27″ Retina-Thunderbolt-Display mit dem aktuellem Thunderbolt-Standard würde die Schnittstelle überfordern. Ein Panel mit 5.120×2.880 Pixeln benötigt bei 60 Hz und 24-Bit-Farbtiefe mehr als 21 Gbit/s. Thunderbolt bietet derzeit nur zwei Kanäle mit je 10 Gbit/s. Mit der nächsten Thunderbolt-Version wird Ende 2013 gerechnet.

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