MacBook Pro Retina und Co: Widerruf und Rückgabe

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Soeben überraschte Apple die Anwender mit neuen MacBook-Modellen und teils massiven Preissenkungen. Ärgerlich für Kunden, die kurz zuvor noch bei den nunmehr alten und teuren Modellen zugriffen. Es stellt sich die Frage: Was tun? Kann man den Differenzbetrag von Apple oder Händlern zurückfordern? Wir klären kurz auf.

MacBook Pro Retina und Co: Widerruf und Rückgabe

Grundsätzlich gilt auch heute noch: Vertrag ist Vertrag! Ohne Einschränkung gilt dies insbesondere bei Geschäftskunden. Wer im Namen der Firma kauft, hat keinerlei Widerrufsrecht im klassischen Sinn – gleich, ob die Geräte im Geschäft oder über das Internet erworben wurden. Natürlich obliegt es der Kulanz des Händlers seine Geschäftskunden besser zu stellen, als das Gesetz es vorsieht. Dies kann jedoch auch an Bedingungen geknüpft sein. So kann der Händler beispielsweise darauf bestehen, dass nur Geräte in der ungeöffneten Originalverpackung zurückgenommen werden.

Privatkunden: Möglichkeit des Widerrufs

Besser gestellt sind Privatkunden, aber auch nur, wenn online oder per Katalogbestellung (E-Mail, Fax, Telefon) gekauft wurde und der Käufer somit nicht die Möglichkeit hatte, das Gerät vorab zu prüfen. Für Käufe im Ladengeschäft gibt es demnach keine gesetzliche Option des Widerrufs, gleichwohl beweisen an dieser Stelle viele Händler Kulanz und nehmen auch die im Laden gekaufte Ware zurück – einen Anspruch darauf hat der Kunde jedoch nicht.

Für den Fall des Kaufs über das Internet (auch per E-Mail, Fax und Telefon) wird dem Kunden ein allgemeines Widerrufsrecht innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Ware eingeräumt. Ohne Angabe von Gründen kann die Ware also an den Händler zurückgegeben werden – bei einem Warenwert von über 40 Euro trägt zudem der Verkäufer die Versand- beziehungsweise Rückholkosten. Doch Vorsicht: Die Ware darf sich nicht in einem verschlechterten Zustand befinden. Meint: Testen und Ausprobieren im Rahmen des bestimmungsgemäßen Gebrauchs ist gestattet, ein „Sandbad am Strand“ mit dem neuen MacBook jedoch nicht. Stellt der Händler eine Verschlechterung des Zustands fest, kann er Wertersatz fordern, wenn die Verschlechterung auf einem über den bestimmungsgemäßen hinausgehenden Gebrauch beruht.

Ergo der Kunde bekommt dann nicht 100 Prozent seiner Zahlung zurück, sondern muss sich einen Abschlag gefallen lassen.

Kein Anspruch auf Zahlung von Differenzbeträgen

Übrigens: Einen Anspruch auf Zahlung des Differenzbetrages zwischen „MacBook alt“ und „MacBook neu“ besteht nicht. Der Händler kann darauf bestehen, dass das jüngst gekaufte MacBook zurückgeschickt wird. Es erfolgt eine Rückzahlung des Kaufbetrages. Der Kunde kann gerne danach oder parallel schon das neue Modell bestellen.

Bildquelle: a businessman holding a pile of package parcels (isolated on white) von shutterstock

Weitere Themen: MacBook Air, MacBook Pro mit 13-Zoll Retina-Display, Macbook, MacBook Pro, Apple


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