Die inneren Werte des neuen MacBook Pro

Flavio Trillo
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Ein neues Design wurde den MacBook Pro* Modellen in diesem Februar noch nicht spendiert, nach wie vor kommen sie im elegant grau-schwarzen Unibody-Look daher. Im Inneren hat sich dagegen einiges getan: Neuer Core i7-Prozessor, neue Radeon-Grafikchips, neuer SSD-Controller. Soweit, so abstrakt. Doch wie viel besser, schneller und fortschrittlicher sind die neuen Notebooks aus Cupertino wirklich?

Einen neugierigen Blick auf die Innereien des MacBook Pro warf Händler Gravis schon kurz nach dem Erscheinen der neuen Modelle. Dabei zeigten sich einige kleinere Änderungen, wie etwa die geänderte Position der W-Lan-Antenne. Bislang war diese im Scharnier der Rechner untergebracht, jetzt findet man sie neben dem Lautsprecher und dem ebenfalls neuen Subwoofer.

Wer sich für einen Aufpreis ab 250 Euro die SSD-Option im neuen MacBook Pro (128 Gigabyte) leistet, kann unter Mac OS X 10.6.6 offenbar bereits auf den TRIM-Befehl zurückgreifen. Das Kommando teilt dem SSD-Controller mit, welche Speicherblöcke nicht mehr benötigt werden und verringert so die Abnutzung bei gleichzeitig gesteigerter Zugriffsgeschwindigkeit. Darüber hinaus sorgt der neue SATA-Controller mit bis zu 6 Gigabit pro Sekunde Durchsatzrate bei Verwendung von entsprechend vorbereiteten SSD-Laufwerken für den vollen Geschwindigkeitsrausch.

Scheinbar weniger leistungsstark zeigt sich dagegen die Schnittstelle für den Grafikchip Radeon HD6750M. Er ist via PCI-Express 2.0 8x mit dem Mainboard verbunden, statt die schnellere 16x-Verbindung zu nutzen. Allerdings ist die Durchsatzrate von 4 Gigabyte pro Sekunde mehr als ausreichend für alles, was die Grafikkarte an Daten je ausspucken könnte. Zudem ist die auf den ersten Blick nachteilige Anschlussart der Preis für bessere Leistungsdaten der Thunderbolt-Schnittstelle. Diese ist direkter an die CPU angebunden und kann so ihr volles Potential noch besser zur Schau stellen.

Mit ihren Pfunden wuchern auch die neue CPU von Intel, schnellerer Arbeitsspeicher und verbesserte Grafik in einem Benchmark-Vergleich des aktuellen MacBook Pro mit seinem Vorgänger. Das 2,8-GHz-Modell aus dem Vorjahr trat via XBench gegen seinen 2,3-GHz-Nachfolger mit Core i7-Prozessor an. Insbesondere beim OpenGL-, sowie Thread- und Speicher-Test tat das aktuelle Notebook sich hervor. Am Ende blieb ein Vorsprung von über 108 Punkten. Solch ein erheblicher Leistungssprung von einem Modell zum nächsten ist nicht gerade üblich und könnte  für einen in nächster Zeit gut gesättigten Gebrauchtmarkt sorgen.

Einer der seltenen Wermutstropfen: Fans der Microsoft-Betriebssysteme Windows XP und Vista (so es sie bezüglich des letztgenannten gibt) kommen nicht mehr auf ihre Kosten. Die Bootcamp-Treiber unterstützen einem Apple Support-Dokument zufolge nur noch Windows 7 in 32- und 64-bit-Versionen. Ein zu verschmerzendes Opfer für den technischen Fortschritt? Viele verlassen sich seit Jahren auf ihr treues XP-System und würden sich nur ungern von ihm trennen.

Die vielen Argumente aus dem Bereich “Höher-Schneller-Weiter” sind jedoch sehr überzeugend und vermögen die eine oder andere Träne zu trocknen, die möglicherweise über verlorene XP-Partitionen vergossen wird. Wer sich schon mal einen Vorgeschmack auf “sein” neues MacBook Pro gönnen mag, kann ab sofort die Handbücher für die Geräte online betrachten.

Bild: gravis.de

Weitere Themen: MacBook, Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog

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