Echtes LightPeak kommt 2015: Noch 4 Jahre Kupfer

Flavio Trillo
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Während einer Intel-Veranstaltung in New York gab ein Forscher bekannt, dass das wahre LightPeak in etwa vier Jahren marktreif sei. Die Übertragungsgeschwindigkeit soll sich gegenüber Thunderbolt erneut um ein Vielfaches erhöhen und dank des Einsatzes von Lichtleitern seien Kabellängen von bis zu 100 Meter möglich.

Ursprünglich waren für die neue Übertragungstechnologie Thunderbolt, die bereits im aktuellen MacBook Pro* zum Einsatz kommt, optische Anschlüsse vorgesehen. Doch die höheren Kosten hierfür trugen dazu bei, dass für die Serienproduktion auf Kupferkabel zurückgegriffen werden musste. Den trügerischen Namen “LightPeak” erhält daher wohl auch erst der Thunderbolt-Nachfolger, wie Macworld.co.uk berichtet.

Dank neuester Errungenschaften aus der Silizium-Photonik sollen ab dem Jahr 2015 Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Gigabit pro Sekunde möglich sein. Das entspricht 6,25 Gigabyte, also etwa zwei Ausgaben des Klassikers Ben Hur* aus dem iTunes Store, innerhalb einer Sekunde! Die Technik könnte nicht nur in Computern und Fernsehgeräten, sondern auch in Tablets und Smartphones eingesetzt werden.

Dafür muss Intel aber den zuständigen Chip noch weiter entwickeln, vor allem die Dimensionen machen den Wissenschaftlern derzeit zu schaffen. Das fertige Produkt soll nicht nur schneller und kleiner als die aktuelle Thunderbolt-Schnittstelle sein – wegen der Verwendung bereits bestehender Produktionsverfahren für die Technologie werde man es sogar kostengünstiger anbieten können.

Müssen Hersteller und Endkunden nun aber fürchten, dass Thunderbolt in vier Jahren obsolet wird? Nicht ganz, wenn man Intels Jeff Demain glauben darf. Der Stratege kündigte an, das man für Thunderbolt und LightPeak eine friedliche Koexistenz geplant habe und sieht die beiden Standards “als sich gegenseitig ergänzend”.

Schnell denkt man hierbei an verdächtig ähnlich lautende Versprechen Intels, USB 3.0 und Thunderbolt parallel zu unterstützen und die damit verbundenen Vermutungen, das Unternehmen wolle sich so lediglich davor schützen, alles auf eine Karte zu setzen. Ähnliche Gründe könnten auch hinter dieser Verlautbarung stecken. Doch sind vier Jahre eine vergleichsweise lange Zeit und Spekulationen über ungelegte Eier helfen letztlich niemandem.

Neues zum iMac-Update, das für die kommende Woche erwartet wird und Thunderbolt auf die Standrechner bringen könnte, gibt es übrigens in Kürze hier bei macnews.de.

Weitere Themen: Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog

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