Neues MacBook: Mix aus Air und iPad mit Touch?

Ralf Bindel
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Ein neues MacBook Pro von Apple steht uns bevor, doch wie wird es aussehen? Hat es das Design des MacBook Air, oder könnte es der erste Vorbote der weiteren Fusionierung von Mac-OS-X-Desktop- und mobilen iOS-Betriebssystem sein, à la Windows 8. Wir stellen verschiedene Konzepte von Apples Next Top Model zur Wahl.

Neues MacBook: Mix aus Air und iPad mit Touch?

Angeblich haben die ersten größeren Handelsketten in den USA schon Lieferschwierigkeiten beim 15-Zoll-MacBook Pro. Fest steht, dass es an der Reihe ist, das MacBook Pro. Aber ob so bald? Fast alle sind sich über das neue Herz der neuen Mobilreihe einig: Ivy Bridge statt Sandy Bridge wird es doch wohl sein. Ende April soll es bereits die ersten mobilen Vierkern-Prozessoren von Intel geben, zunächst drei Core i-Typen mit 2,6 bis 2,9 GHz Taktfrequenz.

Parallel dazu mag auch die Produktion der Mac Pro-Books schon angelaufen sein – vielleicht hat Intel mit Apple eine besondere Vereinbarung. Der 29. April (Update) 23. April ist jedenfalls der offizielle „Launch-Day“ von Prozessorhersteller Intel für seine mobilen Quad-Core Ivy Bridge CPU. Gut möglich also, dass Intel seinem Super-Kunden Apple einen Teil der Show lässt, damit diese ihre neuen mobilen Superstars präsentieren können.

Wie das Innere zum Äußeren passt

Doch wie sehen sie aus, die neuen MacBook Pro? Wir haben die Wahrscheinlichkeiten für die neue Form hier schon auseinander geschätzt. Die Mac-Szene geht zum großen Teil von neuen MacBook Pro 2012 im MacBook Air-Design aus – wer braucht heute noch ein DVD-Laufwerk? Auch wenn Ethernet- und FireWire-Anschluss im „Pro“-Bereich noch nicht hinfällig geworden sind, das optische Laufwerk wird im MBA-Design garantiert fallen. Denn auch die neuen Prozessoren benötigen mit vier Kernen und schnelleren Grafikchips mehr Strom und damit mehr Platz in der Keilform.


Auch in unserer aktuellen Video-Vorschau machten wir uns Gedanken zur Zukunft des neuen MacBook Pro 2012.

Durchaus denkbar ist aber auch eine Weiterführung des Designs der MacBook Pro und einer Einführung eines 15-Zoll-MacBook Air, so dass die beiden Reihen nebeneinander in mehreren Größen bestehen bleiben. Gleichzeitig wäre das aber auch sehr langweilig – aber passend zum gegenwärtigen Stil bei Apple mit wenig Veränderungen in der Form bei neuen, technisch erweiterten Geräten, wie zuletzt beim iPhone 4S und beim neuem iPad zu sehen.

Wie das OS X die Gestalt prägen könnte

Gegen die formal-designtechnische Langeweile haben wir ein paar Vorschläge zusammen getragen, wie sich die Gestalt von mobilen Apple-Rechnern auflösen könnte. Immerhin nähern sich das Desktop-Betriebssystem Mac OS X und das mobile System iOS für iPhone, iPod touch und iPad ebenfalls an. OS X Lion hat uns (fast) alle gefügig gemacht, Mountain Lion wird es uns im Sommer noch kräftiger zeigen. Da fehlt dann nur noch ein Touchscreen. Selbst wenn Steve Jobs gesagt hat, er möchte keine Fettfinger am iMac sehen.

„Wir beginnen jetzt einige Dinge anders zu machen,“ sagte Phil Schiller bei der Vorstellung von Mountain Lion. Warum also nicht auch ein Touchsystem für Mac OS X? Schließlich geht Windows 8 mit dem Metro-Kachel-Desktop voran. Auch wenn der unter Kritikern nicht gut ankommt, werden es trotzdem alle nutzen – es wird neue Tablet-Tastatur-PC mit Touchscreen geben.

Und ein Touch-Mobil-Mac hätte schon seine Vorteile, schließlich hat man dort seine Hände schon in der Nähe des Displays. Warum also nicht gleich eine Bearbeitung eines Bildes, den Start eines Videos, den Wechsel des Fensters auf dem Monitor ausführen? Das OS-X-Launchpad bietet sich doch förmlich an für derartige Touchspiele.

Das heißt ja nicht, dass OS X wie iOS wird und nur jeweils ein Programm im Vordergrund zu sehen ist. OS X wird schon weiterhin ein „Arbeits-System“ mit Tastaturbedienung bleiben, aber eben ergänzt um einige praktische Touch-Funktionen, die nicht mit dem Touchpad verbunden sein müssen.

Mix aus Air mit Touch

Wie ein neues MacBook auch aussehen könnte, zeigt das Video von Oliver Terrisse. Im Stil einer Apple-Vorstellung ist eine Mischung aus MacBook Air und iPad zu sehen, bzw. die Verwandlung eines MacBook Air mit Touchscreen durch vollständiges Umklappen des Displays in ein reines, keilförmiges Tablet. Wird das MacBook so genutzt, liegt es auf Tastatur und Touchpad auf, da müsste sich Apple etwas einfallen lassen. Im reinen Tablet-Betrieb erscheint zur Texteingabe die Multi-Touch-Tastatur.

Lenovo hat ein solches Konzept im Yoga verwirklicht, dort sind Tastatur und Touchpad vertieft im Gehäuse angelegt, so wird das oben angesprochene Problem gelöst.

MacBook als Riesen-iPad

Ein anderer Vorschlag kommt von Jules Moretti. Er verzichtet auf das Keildesign des MacBook Air und geht von einem Doppel-Display aus Touchscreens aus. Aufgeklappt dient offenbar eine Hälfte als Touch-Tastatur, möglich wären aber auch zwei Touchscreens für mehr Flexibilität.

Die beiden Klapp-Displays könnten sich auch zu einer Darstellung verbinden lassen, so dass man ein riesiges Touchpad vor sich hätte, drehbar im Portrait- und Landschaftsmodus.

Ein Konzept dieser Art hatte Acer im Iconia verwirklicht, das Ex-Giga-Techman Shu hier vorstellt.

Prä-iPad-MacBook Touch mit Dock-Konzept

Ein fast vergessenes Konzept machte vor dem ersten Apple-iPad die Runde: Ein MacBook Touch sollte das erste Apple-Tablet werden. Wurde es aber nicht. Aber die Idee, das vollständige Mac OS X auf einem Tablet zu haben, war schon damals nicht die schlechteste. Auch als Hybridsystem mit Display im Apple-Design könnte ein derartiges MacBook-Konzept funktionieren.

 

 

 

 

 

 

Die Zukunft des MacBook-Designs

Welche Welle Apple auch immer reiten wird, ob iPad und MacBook zwei getrennte Welten bleiben, oder ob irgendwann auch der Touch auf die mobilen Vollblut-Macs kommt, oder ob es einfach so aussieht:

Was meint Ihr, an welchem neuen MacBook-Design hättet Ihr am meisten Spaß? Wie sieht die Zukunft von Touch-OS in MacBook-Form aus?

Bilder und Videos: Oliver Terisse, Jules Moretti, Macbooktouch.com

Weitere Themen: MacBook Air, Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog

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