"Universeller Arbeitsspeicher" kombiniert Vorteile von DRAM und Flash

Florian Matthey
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Die Ingenieure der North Carolina State University haben eine neue Technologie für Arbeitsspeicher entwickelt, die die Vorzüge von DRAM mit denen von Flash Speicher verbinden soll. Mit Hilfe eines Double-Floating-Gate-Systems, eine Art Hybrid-Lösung, soll der “universelle Arbeitsspeicher” so schnell wie DRAM, aber ähnlich stromsparend wie Flash arbeiten.

Herkömmlicher Arbeitsspeicher setzt voraus, dass das System ihn ständig mit neuen Elektronen versorgt. Auch das erste Floating-Gate der neuen Speichertechnologie der US-Universität arbeitet mit einer Erneuerungs- oder Refresh-Frequenz von 16 Millisekunden. Mit Hilfe höherer Spannungen kann das System die Daten aber auch schnell auf dem zweiten Floating-Gate abspeichern, das wiederum herkömmlichen Flash-Speicher ähnelt. Dort lassen sich Daten ohne ständigen Stromfluss abspeichern.

Die Idee ist, das erste Gate für aktive Operationen zu benutzen, während gerade nicht aktiv benötigte Daten in das zweite Gate “wandern”. Leistungshungrig bleiben dann nur die Daten, auf die der Rechner gerade aktiv zugreift.

Die beteiligten Ingenieure müssen das System allerdings zunächst noch einem Härtetest unterziehen: Herkömmliche Flash-Speicher erlauben in ihrer Lebenszeit nur rund 10.000 Lese- und Schreibzyklen. Für den Einsatz als Sekundär-Arbeitsspeicher wäre das zu wenig, so dass die Universität die Langlebigkeit ihres Systems erst noch überprüfen und dann optimieren möchte.

Bild: Yutaka Tsutano, “MacBook Pro RAM Upgrade (4GB to 8GB)”. Some rights reserved. Flickr

Weitere Themen: flash, arbeitsspeicher, Apple Watch Special Event 9. März 2015 – Liveblog

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