SSD-Upgrade für den Mac: Kaufempfehlung und Hinweise

Die beste Frischekur für einen in die Jahre gekommenen Mac ist eine SSD. Kein anderes Hardware-Upgrade sorgt für stärkere Geschwindigkeitsschübe. Aber was muss ich beim Flash-Drive-Kauf beachten? Und kann ich auch ältere Modelle mit einer SSD aktualisieren? Diese und andere Fragen beantworten wir hier.

SSD-Upgrade für den Mac: Kaufempfehlung und Hinweise

SSD-Einbau: Wo kann ich, wo nicht?

Grundsätzlich ist nahezu jeder Mac mit einer herkömmlichen SSD aufrüstbar. Ausnahme: MacBooks Air und Pro (Retina) sowie aktuelle iMacs mit aufgelötetem Flash-Speicher (hier ist es mit dem Kit von OWC auch möglich, aber komplizierter). Aber überall dort, wo eine herkömmliche 2,5″-Festplatte drin steckt, kann diese durch ein leiseres, schnelleres und weniger Strom verbrauchendes SSD-Laufwerk ersetzt werden.

Selbst ein Mac Pro mit 3,5″-Laufwerk steht nicht im Regen. Für alle 2,5″-Laufwerke gibt es Einbaurahmen, damit sie auch in die größeren Desktop-üblichen Steckplätze hineinpassen.

Lediglich bei iMac und Mac mini ist etwas mehr Bastelei und Fingerspitzengefühl vonnöten — ausführliche Anleitungen in deutscher Sprache für die jeweiligen Manöver zum Tausch HDD gegen SSD gibt es hier (für iMac) und hier (für Mac mini).

Jedenfalls für solche Modelle, in denen ein herkömmliches 2,5″-HDD-Laufwerk verbaut ist, gilt: Jede 2,5″-SSD mit maximal 9,5mm Einbauhöhe passt. In iMacs bis zum Modell aus dem Jahr 2011 sollten sogar 11mm-Drives passen, aber mit den 9,5mm-Varianten hat man beim Einbau etwas mehr Spielraum.

SSD-Schnittstelle: Kein unnötiges Speed-Monster kaufen

Auf eine Sache sollte man noch achten: Die Schnittstelle. Je nach Modell hat der Mac entweder einen Anschluss für SATA-II oder -III. In den „Systeminformationen“ (unter diesem Namen zu finden in der Spotlight-Suche) des Rechners ist dies unter Hardware/Serial-ATA zu finden, unter den Bezeichnungen „3 Gigabit“, beziehungsweise „6 Gigabit“.

Verfügt der eigene Mac nur über eine 3-Gigabit-Schnittstelle, lohnt es sich natürlich nicht, den Aufpreis für eine 6-Gigabit-SSD zu bezahlen. Die zusätzlich mögliche Durchsatzrate gibt der Computer dann nämlich gar nicht her.

SSD-Kapazität: Haushalten spart Geld

So, und wie viel Speicher brauche ich jetzt? Das hängt vor allen Dingen vom Geldbeutel ab. SSDs sind immer noch um einiges teurer als herkömmliche Festplatten, auch wenn die Preise pro Gigabyte stetig sinken.

Daher lohnt es sich, genau zu überlegen, ob zusätzliche Kapazitäten wirklich benötigt werden. Für die meisten Bedürfnisse sollten 128 GB völlig ausreichen. Sogar ein 64-GB-Laufwerk kann genügen, wenn man größere Datenmengen auf externe Laufwerke auslagert.

Damit ist man schon ab knapp unter 47 Euro dabei (), für etwas weniger als 110 Euro bekommt man schon 128 GB (). Wer wirklich viel Platz brauch, sollte sich nach 512-GB-SSDs umsehen und bereit sein, etwa 290 Euro in die Hand zu nehmen (). Die zwei letztgenannten Vorschläge stammen übrigens von Samsung und verfügen über SATA-6GB-Schnittstellen, es handelt sich um die 840′er Serie, die wir bereits getestet haben. Weitere Modelle im Überblick SSD-Festplatten.

Es ist also lange nicht mehr völlig unerschwinglich, sich mit einer SSD einen äußerst substantiellen Geschwindigkeitszuwachs abzuholen. Die Preise sinken weiter und der relativ leichte Einbau, zumindest bei den meisten MacBooks, tut sein übriges. Daher an dieser Stelle nur noch ein paar Hinweise zum Vorgehen außerhalb der Hardware-Bastelei.

SSD-Vorbereitung: Was tun, bevor es los geht?

Um seine Daten möglichst nahtlos auf das neue Laufwerk zu übertragen, ist es ratsam, die SSD vor dem Einbau zu füttern. Dafür dient ein externes 2,5″-Gehäuse als Interims-Heimat für den Flash-Speicher. Ist er groß genug, reicht es, die alte Festplatte zu klonen. Das funktioniert zum Beispiel mit CarbonCopyCloner oder SuperDuper.

Notfalls lässt sich das komplette Kopieren eines Laufwerksinhaltes auf eine externe SSD auch mit dem Festplattendienstprogramm bewerkstelligen — dafür muss man aber zunächst von einer System-DVD oder im Recovery-Modus starten.

Alternativ ist es natürlich auch möglich, einfach ein „frisches“ System auf die eingebaute SSD zu installieren und die eigenen Daten anschließend von dem alten Laufwerk per Migrationsassistent oder gar manuell herüber zu holen.

Alles in Allem Arbeit für kaum mehr als einen ruhigen Nachmittag, zuzüglich eventueller Wartezeiten für Kopier- und Installationsvorgänge.

Aber: Es lohnt sich. Wer schon mal von einer HDD zu einer SSD gewechselt ist, weiß, dass nicht nur das Booten spürbar schneller geht. Programme öffnen schneller, größere Dateien verschieben dauert nur noch halb so lang und schon fühlt sich der vermeintlich betagte Mac wieder an, wie fast neu.

(Dieser Artikel wurde am 18.01.2013 veröffentlicht und am 24.01.2014 aktualisiert und ergänzt)

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Weitere Themen: iMac 2014, Mac mini (2012), Macbook, Samsung SSD 840 Series , mac-pro

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