MacBook Air – Das etwas andere Subnotebook

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Leserbeitrag

(Holger) Im Januar hat Steve Jobs im Rahmen seiner Keynote auf der Macworld in San Francisco unter anderem das MacBook Air vorgestellt. Das dünnste Notebook der Welt hat heute auch den Weg in unser Studio, genauer in den MAXX-Bereich gefunden.

MacBook Air – Das etwas andere Subnotebook

Die Gerüchteküche war bereits einige Monate vor der Veröffentlichung – wie bei Apple üblich – am Kochen. Wie es hier und da hieß, war der Hersteller mit der Entwicklung eines Subnotebooks beschäftigt, welches das nicht fortgeführte PowerBook 12″ beerben sollte.

Das mit dem 13-Zoll-Display ausgestattete MacBook Air benötigt zwar eine größere Fläche ist dafür aber gleichzeitig um einiges flacher als das alte PowerBook. Was man beim MacBook im Vornherein wissen muss, ist wofür man das Notebook benötigt. Das Air ist kein Notebook für Jeden und dessen war sich auch Apple sicher bei der Entwicklung bewusst.

Das MacBook Air soll kein Desktop Replacement sein, sondern ein Begleiter für diejenigen, die viel unterwegs sind oder eine portable “Schreibmaschine” mit normaler Tastatur suchen. Wer unterwegs beispielsweise Videoschnitt betreiben will, wird schon aufgrund des fehlenden FireWire-Ports auf das MacBook Pro zurückgreifen.

Man hat bei der Entwicklung bewusst einige Einschnitte hingenommen, zeitgleich aber nicht auf einen für Notebooks dieser Klasse schnellen Prozessor verzichtet. Andere Subnotebooks kommen mit einem schwachbrüstigem ULV-Prozessor, der zwar ein wenig Strom spart, dafür aber auch bedeutend weniger Leistung hat als dieser speziell für Apple gefertigte Core 2 Duo.

Auch diejenigen, die Ihr Notebook im Laufe der Zeit aufrüsten wollen, werden beim MacBook Air nur sehr bedingt fündig. Abgesehen von der Festplatte lässt sich nichts erweitern, weder Speicher noch Prozessor. Bei der Festplatte spielt Apple zweigleisig: zum einen gibt es die klassische Festplatte mit 80 GByte Kapazität, zum anderen hat man auch eine 64 GByte große Solid State Disk (SSD) im Angebot. Letztere bietet zwar den Vorteil, dass sie weniger Strom benötigt und in manchen Disziplinen schneller arbeitet als die rotierenden Magnetscheiben, zeitgleich ist der Preis der Flash-Speicher noch immens hoch, weswegen es heutzutage nur für diejenigen Interessant sein dürfte, denen der Aufpreis von rund 900 Euro egal ist. Wer abwarten kann wird schon in naher Zukunft schnellere und günstigere SSDs bekommen.

Für Vielschreiber bietet die Fullsize-Tastatur einen enormen Vorteil in punkto Ergonomie. Gleichzeitig bedeutet dies, dass das MacBook Air eine größere Stellfläche benötigt als andere Subnotebooks, die sich die kleineren Maße durch verkleinerte Tasten erkaufen. Und auch durch das Aluminium-Gehäuse ist das MacBook Air nur bedingt vergleichbar mit herkömmlichen Subnotebooks, welche schon mal etwas wackelig gebaut sind.

Gespart hat Apple bei den Anschlussmöglichkeiten. So gibt es nur genau drei Anschlüsse, neben dem Sockel für die bereits von anderen MacBooks bekannte MagSafe-Stromzufuhr, für externe Geräte: einen Kopfhörer-Anschluss, welcher dasselbe Problem hat wie der des iPhone, einen USB-Anschluss und einen Micro-DVI-Anschluss, zu dem Apple Adapter für DVI und VGA beilegt. Durch die kleine Klappe passen nur kleinere Klinkenstecker in den Kopfhörer-Ausgang und auch der USB-Anschluss dürfte ohne Verlängerungskabel für manch einen USB-Stick zu groß sein.

Wer ein eingebautes optisches Laufwerk vermisst, für den bietet Apple einen spezielles externes SuperDrive für 99 Euro an. Da Apple auf ein Netzteil für das Laufwerk verzichten wollte musste der USB-Anschluss für die Stromversorgung herhalten. Da der Stromverbrauch über der USB-Spezifikation liegt funktioniert das Laufwerk ausschließlich am MacBook Air.

Insgesamt bleibt es dabei, dass das MacBook Air kein Notebook für Jedermann ist. Man muss genau wissen, was man von seinem mobilen Begleiter verlangt und was nicht. Auch wenn der nicht-austauschbare Akku selbst für Vielflieger ein K.O.-Kriterium sein kann, gibt es sicherlich Personen für die das MacBook Air genau das ist, wonach sie gesucht haben: Einen stabilen Begleiter mit normaler Tastatur, sehr gutem Display und akzeptabler Akkulaufzeit, die beim SSD-Modell in gewissen Fällen auch an den von Apple angebenen 5 Stunden kratzen.

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