27. Chaos Communication Congress erfolgreich abgeschlossen

Florian Matthey
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Vom 27. bis zum 30. Dezember fand in Berlin der 27. Chaos Communication Congress, kurz 27C3, in Berlin statt. Das Motto “We come in peace” sah der Veranstalter, der Chaos Computer Club, erfüllt: Es habe vergleichsweise wenige Beschwerdeanrufe über verunstaltete Websites gegeben. Dabei hatten die versammelten Hacker durchaus einige Spuren hinterlassen.

Unter anderem haben die Hacker die Seite des FDP-Shops kapern können, über den die Partei ihre Werbemittel verkauft. Statt Flugblättern, FDP-Bürobedarf oder anderen Fanartikeln zeigte die Seite einen Heißluft-Handtrockner für öffentliche Toiletten mit der Aufschrift: “Rede von Guido Westerwelle? Hier drücken”. Darunter prangerte der Hinweis: “Wer nicht hören will, muss Backups einspielen! Wir haben vorsichtshalber eines aller Kundendaten gemacht!” sowie ein Logo des 27C3.

Auch andere Seiten waren betroffen, dafür gab es dem CCC-Sprecher Frank Rieger zufolge auch einen größeren DDoS-Angriff auf die eigenen Server im Berliner Congress Center am Alexanderplatz. Dem Network Operation Center (NOC) zufolge habe auch ein Teilnehmer einen eigenen DDoS-Angriff auf eine Regierungswebsite ausführen wollen, den das NOC aber verhindern konnte. Der Hacker musste dann zwei Kästen “Club Mate” spendieren. Ein anderer Hacker habe versucht, die 10-Gigabit-Leitung im Kongresszentrum auszunutzen, um den Film “Salt” über eine Filesharing-Börse anzubieten.

Auch in Cupertino ist eine Meldung vom 27C3 eingegangen – allerdings keine erfreuliche. Zwar gab es keinen Hacker-Angriff auf Apple dafür sorgten die im Congress Center vertretenen MacBooks für Aufmerksamkeit. Das von 30 WLAN-Routern betriebene Drahtlos-Netz mit 5-Gigahertz-Frequenz habe zwar sehr gut funktioniert, die Apple-Notebooks stürzten aber mit Kernel Panics ab. Den Fehler meldeten die Betroffenen an Apple. Das 2,4-Gigahertz-Netz sei wiederum wegen hoher Auslastung öfters zusammengebrochen.

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