Apple MacBook: Mobiles Kraftpaket für Einsteiger

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An der Leistung gemessen muss sich Apples mobiler Einstiegsrechner nicht hinter dem kleinsten MacBook Pro verstecken. Ein schneller Intel Core 2 Duo Prozessor, eine ausdauernde Batterie und ein leistungsfähiger Grafikprozessor beflügeln das kleine Weiße in die Top-Klasse der Notebooks. Dennoch gibt es auch handfeste Unterschiede die den günstigeren Preis rechtfertigen, so verzichtet der Käufer auf manches Detail und muss sich beispielsweise mit einer eingeschränkten Anschlussfreudigkeit zufrieden geben.

Modelle und Ausstattung
Apple macht es dem Käufer recht einfach bei der Auswahl des passenden MacBooks. Nur ein einziges Modell ist erhältlich, im CTO-Konfigurator lässt sich zur Individualisierung maximal eine größere Festplatte wählen (320 oder 500GB statt standardmäßig 250GB) und der Arbeitsspeicher von 2GB auf 4GB aufrüsten. Eine SSD-Option gibt es nicht, hier müsste man selber Hand anlegen um die schnelle Alternative zur normalen Festplatte nach zurüsten.

Das spiegelnde 13,3-Zoll-Display bietet eine Auflösung 1280 x 800 Pixel und entspricht damit demselben Typus des kleinen MacBook Pros. Im Gegensatz zu diesem Modell verzichtet Apple aber auf eine zusätzliche Glasscheibe. Dadurch spiegelt es etwas weniger, ist aber auch in der Darstellung nicht ganz so kraftvoll. Als einzig verbliebener Rechner im Hause Apple besteht das Gehäuse aus weißem recycelbarem Polycarbonat-Kunststoff, dies ist zwar hochwertig verarbeitet bietet aber nicht die Widerstandsfähigkeit eines Aluminiumgehäuses. Positiv dagegen der rutschfeste, Gummiartige Untergrund.

Kein Unterschied zum günstigsten MacBook Pro ergibt sich bei der reinen Rechenleistung des weißen MacBooks. Der Intel Core 2 Duo Prozessor mit 2,4 GHz und der nicht minder leistungsfähige NVIDIA GeFore 320 Grafikchip spielen in derselben Liga. Auch der integrierte Akku überzeugt, der Anwender kann bis zu 10 Stunden unabhängig vom Stromnetz arbeiten – ein Wert bei dem die meisten PC-Notebooks nur passen können.

Wer daheim lieber mit einem größeren Monitor arbeiten möchte, der schließt kurzerhand ein passendes Display über den vorhandenen Mini DisplayPort an. Notwendige Adapter für DVI, VGA und HDMI sind optional erhältlich. Dank des ebenso funktionalen Dual-Link-DVI-Adapters ist es sogar möglich ein 30-Zoll-Cinema-Display anzusteuern. Weitere Gemeinsamkeiten zum größeren MacBook Pro finden sich in der integrierten iSight Kamera dem großen Multitouch-Trackpad aus Glas und dem vorhandenen SuperDrive. Wie jeder anderer Mac auch, wird das MacBook mit Mac OS X 10.6 Snow Leopard und der iLife Suite ausgeliefert. Der Nutzer kann also gleich produktiv loslegen und seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Das MacBook bietet mit zwei USB-2.0-Anschlüssen, einem Gigabit-Ethernet-Port und einem kombinierten Audioeingang/-ausgang leider nur beschränkte Anschlussmöglichkeiten für den Anwender. So vermissen wir vor allem einen schnellen FireWire-Anschluss, der beim MacBook Pro dazugehört. Der private Konsument wird damit sicherlich leben können, für den Profi dürfte dies jedoch ein KO-Kriterium sein.

Weitere Unterschiede zum MacBook Pro
Im direkten Vergleich fallen noch weitere Unterschiede zum MacBook Pro ins Gewicht. So verzichtet der Käufer des MacBooks auf eine beleuchtete Tastatur, die Unterstützung der Apple Remote (Fernbedienung) und einen praktischen SD-Katenleser. All dies gibt es auch nicht gegen Aufpreis im kleinen MacBook, potentielle Interessenten sollten dies in jedem Fall vor dem Kauf beachten.

Alternativen zum MacBook
Mit einem Aufpreis von 150 Euro erhält man bereits das kleinste MacBook Pro, dass zwar keinen Leistungsvorteil mit sich bringt, dafür jedoch eine wesentlich bessere Ausstattung. Zum selben Preis (999 Euro) bekommt man im Übrigen auch schon ein MacBook Air. Allerdings dürfte dieses Modell nur eine Alternative sein, wenn man bewusst die zusätzlichen Einschränkungen akzeptiert. Das MacBook Air ist zwar wesentlich kleiner und leichter (knapp 1 Kilogramm gegen etwas mehr als 2 Kilogramm), besitzt aber nur ein 11-Zoll-Display, einen kleineren Akku und eine schwächere CPU – insofern nur eine Alternative für ultraportable Menschen.

Vorteile:

  • gute Rechenleistung
  • sehr guter Akku (bis zu 10 Stunden)
  • identisches Multitouch-Trackpad wie beim MacBook Pro

Nachteile:

  • kein FireWire
  • kein SD-Kartenleser
  • nur Plastikgehäuse

Fazit
Das MacBook überzeugt vor allem mit einer guten Rechenleistung und einer besonders ausdauernden Batterie. Normalverbraucher sollte dies für die tägliche Arbeit genügen. Wer eine bessere und höherwertige Ausstattung benötigt muss allerdings bereits zum MacBook Pro greifen – der Preisunterschied hält sich diesbezüglich noch in Grenzen, insofern eine gute Alternative.


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