Gerüchte um Apple-Hardware: Mac Pro mit neuem Design - MacBook-Air-CPUs stehen bereit

Florian Matthey
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Vor allem angesichts dessen, dass Steve Jobs auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) nur neue Software präsentierte, wartet die Apple-Welt sehnsüchtig auf neue Hardware. Während neue MacBook-Air-Modelle schon am Horizont auftauchen, soll die nächste Mac-mini- und Mac-Pro-Generation frühestens Ende Juli erscheinen. Zu deren Neuerungen sickern allerdings weitere Details durch.

Mac mini: Wenig Überraschungen

Die Website MICGadget berichtet, dass die nächste Mac-mini-Generation mit Intels Sandy-Bridge-Prozessoren arbeiten und über eine Thunderbolt-Schnittstelle verfügen wird. Statt eines Nvidia-Grafikchips soll Intels integrierte GPU zum Einsatz kommen. Angesichts dessen, dass dies der Hardware der kleinsten MacBook-Pro-Modelle entspricht, kommt diese Vorhersage wenig überraschend.

Mac Pro: Rackmount-Design und neue Prozessoren

Interessanter sind die Gerüchte zum nächsten Mac Pro: Diesem soll Apple ein neues Design spendieren, durch das sich der Rechner besser mit anderen Exemplaren in ein Rackmount-System integrieren lässt. Dadurch könnte Apple die Lücke füllen, die letztes Jahr die Einstellung der Xserve-Serie hinterließ. Auch der neue Mac Pro soll auf den Sandy-Bridge- und Thunderbolt-Zug aufspringen. Bisher gibt es allerdings noch keine Sandy-Bridge-Prozessoren, die den aktuellen Mac-Pro-Xeon-CPUs mit bis zu 12 Prozessorkernen in einem Rechner entsprechen.

An diesem Punkt werden die Gerüchte besonders interessant: Intel werde eine speziell für Apples Bedürfnisse entwickelte Sandy-Bridge-Version für den Mac Pro liefern, die es zumindest zunächst nicht für andere Hersteller geben werde. Es wäre nicht das erste Mal, dass Intel Apple bevorzugt: Auch das MacBook Air erhielt die besonders stromsparenden Core-2-Duo-Prozessoren, bevor andere Hersteller diese einsetzen konnten.

MacBook Air: Prozessoren stehen bereit – kein schwarzes Modell

Beim Sandy-Bridge-MacBook Air dürfte Apples Konkurrenz aber gleich mit dem Mac-Hersteller gleichziehen können: Auf Intels Preisliste sind mittlerweile die besonderes stromsparenden Core-i7- und -i5-Prozessoren aufgetaucht, die Intel mit einer 32-Nanometer-Fertigungsmethode herstellt. Diese arbeiten mit 17 Watt Leistung und einer Taktfrequenz von 1,7 beziehungsweise 1,8 Gigahertz, die sich im Turbo-Modus allerdings auf 2,7 bis 2,9 Gigahertz erhöhen lässt.

Dass die Prozessoren mittlerweile auch auf Intels Preisliste zu finden sind, zeigt, dass einem MacBook-Air-Upgrade nichts mehr im Wege steht. Abgesehen von dem von Apple hausgemachten “Problem”, dass das Unternehmen die neuen Rechner Gerüchten zufolge nur mit OS X Lion ausliefern will – und das muss erst einmal fertig werden. Im Juli soll es allerdings soweit sein.

Zwischenzeitlich tauchten derweil auch Gerüchte um ein schwarzes MacBook Air auf. Diese scheinen nicht unbegründet zu sein, allerdings soll sich Apple gegen die Alternative zum Aluminium-Erscheinungsbild entschieden haben: Ein anonymer Apple-Mitarbeiter erklärte gegenüber Mac Rumors, dass auf Apples Campus einige mit schwarzer Farbe besprühte Aluminium-MacBook-Air- und MacBook-Pro-Modelle zu finden seien. Das Material nehme allerdings zu schnell Talg auf, so dass vor allem die Handablage unterhalb der Tastatur schnell unansehnlich werde. Daher habe sich Apples Management – allen voran der CEO Steve Jobs – gegen die Modelle entschieden. 2008 verkaufte ein Computer-Reparateur bei eBay einen MacBook-Air-Prototypen, dessen Unterseite schwarz war, so dass die Berichte tatsächlich einen wahren Kern zu haben scheinen.

AirPort Extreme und Time Capsule: Weniger Hitze, besserer Empfang

Weitere Gerüchte liefert MICGadget zu den neuen Time-Capsule- und AirPort-Extreme-Basisstationen, die sich ebenfalls seit einigen Wochen ankündigen: Die neuen WLAN-Router sollen mit einer besseren Wärme-Abführung ausgestattet sein, außerdem soll die Time-Capsule-Festplatte selbst weniger Strom verbrauchen. Wie bereits zuvor berichtet soll die Festplatte auch eine Cache-Funktion für OS-X- und iOS-Updates erhalten. Die nächste AirPort-Extreme-Generation soll wiederum mit sechs Antennen arbeiten, um die Empfangsqualität weiter zu verbessern.

Weitere Themen: MacBook Air, Mac Pro

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