Intel Ultrabooks gegen das MacBook Air

Ralf Bindel
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Intel arbeitet schon seit einer Weile mit verschiedenen Herstellern an sogennanten “Ultrabooks”. Dabei handelt es sich um leichte, sehr flache Notebooks, die trotzdem relativ viel Leistung bieten. Spätestens die neue Generation des MacBook Air erfüllt mit dem Core i5-Prozessor auch das letzte Kriterium – zu einem kaum zu unterbietenden Preis.

Wie so häufig, ist Apple bei den Ultrabooks der “First Mover“. Mit dem neuen MacBook Air steht Apple nicht nur glänzend da, sondern hat damit auch ein unschlagbares Angebot. Knapp 950 Euro* kostet das 11-Zoll-MBA im Apple Online Store. Naheliegend wäre, dass die PC-Wettbewerber versuchen, über einen günstigeren Preis Marktanteile zu erobern. Aber ausgerechnet der Preis könnte zu einem entscheidenden Vorteil für das MacBook Air werden.

Erste Ultrabooks 2011

Noch in diesem Jahr wollen HP und Asus erste Ultrabook Modelle auf den Markt bringen. Sie sollen Displaygrößen zwischen 11 und 13 Zoll aufweisen, mit Intels neuen Dual Core Prozessoren ausgerüstet sein und nur unwesentlich mehr als ein Kilogramm wiegen. Darüber hinaus werden die Geräte ohne optisches Laufwerk auskommen und auf Flash-Speicher/SSDs statt herkömmliche Festplatten setzen. Diese Eckdaten treffen auch auf das neue MacBook Air zu, welches seit Ende Juli erhältlich ist.

Der Preis als Knackpunkt

In der Vergangenheit hoben sich Apple Computer von PC neben dem Betriebssystem durch elegantes Design und ein stimmiges Gesamtpaket ab. Dafür waren die Rechner aus Cupertino aber auch meist deutlich teurer als vergleichbar ausgestattete PC. Bei dem Duell zwischen PC-Ultrabooks und dem MacBook Air könnte der Preis aber diesmal ausnahmsweise ein Pluspunkt für Apple sein.

Nach dem Wegfall des weißen MacBook ist das MacBook Air der neue Einstieg in die Apple Welt. Mit  999 US-Dollar ist der Preis relativ gering. Intel hat zwar einen Preis von unter 1000 Dollar als Ziel für die Ultrabooks ausgegeben, aber diese Preisgrenze werden die Hersteller wohl zu Beginn nicht halten können. Asus gibt hohe Ausschussraten bei einigen Komponenten als Begründung für die höheren Preise an. Unter 1000 Dollar sollen die Preise für Ultrabooks erst im laufe des Jahres 2012 sinken.

Apple kann die niedrigen Preise beim MacBook Air vor allem wegen der optimierten Prozessen bei den Zulieferern gewährleisten. Die Gewinnspanne der Kalifornier ist dabei trotz des niedrigen Preises höher als die der meisten Konkurrenten. Die Schwierigkeiten der Konkurrenz könnten Apple außerdem helfen, seine Marktposition auch jenseits von iOS Geräten weiter auszubauen.

Weitere Themen: MacBook Air, Ultrabooks, Intel

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