Intels Ultrabook: MacBook Air als Vorbild – Apple drohte mit Architekturwechsel

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Intel macht keinen Hehl daraus, dass das “Ultrabook”-Projekt eine Antwort auf Apples MacBook Air sein soll. Die stromsparenden Versionen der Core-i-Chips entwickelte das Unternehmen aber vor allem aufgrund des Drucks durch Apple: Der Mac-Hersteller habe gedroht, zu anderen als Intels Chips zu wechseln. Nun stellt sich die Frage: Was wäre die Alternative gewesen?

Intels Ultrabook-Projekt: Eine Antwort aufs MacBook Air

Das Wall Street Journal berichtet über Intels 300-Millionen-Dollar-Investition in das Ultrabook-Projekt. Der Chip-Hersteller will kein eigenes Notebook produzieren, stattdessen arbeitet das Unternehmen mit verschiedenen PC-Herstellern wie Asus und HP zusammen an dem Projekt. Interessant ist, dass es vor allem beim Preis schwierig sein soll, mit Apples MacBook Air gleichzuziehen – gelten Apple-Produkte doch meist als vergleichsweise teuer.

Greg Welch, der Direktor von Intels Ultrabook-Gruppe versucht gar nicht zu verheimlichen, dass das MacBook Air der Anstoß für das Projekt war. Er erklärt dem Wall Street Journal dass bisher jeder, der ein besonders dünnes, geschmeidiges Notebook wollte, einen Mac kaufen musste. Es gebe aber auch solche, die sich einen PC mit diesen Ausmaßen wünschen.

Den Anstoß für die Entwicklung der besonders stromsparenden Core-i-Chips, die im Schnitt lediglich 15 Watt verbrauchen, habe ebenfalls Apple gegeben: Apple habe Intel in Aussicht gestellt, dass der Chip-Hersteller das Unternehmen als Kunde verlieren könnte. “Das hat uns aufgeweckt”, so Welch.

MacBook mit Apple-A5/A6-Chips?

Unklar ist, was Apple unternommen hätte, wenn Intel dem Wunsch nicht nachgekommen wäre. Auf den ersten Blick bliebe nur ein Wechsel zu AMD-Prozessoren. Denkbar wäre aber auch ein Architektur-Wechsel gewesen: Angeblich soll Apple intern auch ein MacBook-Air-Modell mit einem Apple-A5-Prozessor, also dem des iPad 2, getestet haben. Der von Apple entwickelte Prozessor auf ARM-Basis gilt als besonders stromsparend, was auch die lange Batterielaufzeit von Apples Tablet verdeutlicht.

Dazu passen auch die Gerüchte, dass Apple seine Betriebssysteme iOS und OS X eines Tages zu einem einheitlichen Betriebssystem verschmelzen lassen könnte – und für die ARM-Architektur entwickelte Software auf jeder Apple-Hardware funktioniert. Dazu müssten die ARM-Prozessoren aber wohl erst noch etwas leistungsfähiger werden. Wenn es soweit ist, könnte Apple eines Tages tatsächlich noch einen Architekturwechsel einleiten – vielleicht schon mit dem Apple A6.

Weitere Themen: MacBook Air


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