iPod & Co. zerstören Arbeitsplätze, statt sie zu schaffen

Katia Giese
45

Über fehlende Wertschätzung muss sich die IT-Branche wirklich nicht beschweren: Die Konsumenten lecken sich die Finger nach neuen Produkten, Politiker wie Barack Obama ehren die Macher mit privaten Abendessen. Betrachtet man den Aufstieg von iPod, iPhone MacBook und Co. gehen Lorbeeren auch an Apple – schließlich schafft Cupertino mit seinen stetig steigenden Produktionszahlen auch Arbeitsplätze. Der Autor Tyler Cowen sieht das in seinem neuesten E-Book anders. Er meint, neue Technologien zerstören Arbeitsplätze, statt sie zu schaffen.

Das im Januar veröffentlichte Buch sorgte in den USA, dem Mutterland vieler Innovationen, für Aufsehen und verletzten Stolz. War doch in den Zeiten einer tiefen wirtschaftliche Krise wenigstens auf das Silicon Valley Verlass. Und nun soll es, Cowens Analyse zufolge, selbst einen großen Teil zu den größten Sorgen der Landsleute beitragen? Einer der Hauptverantwortlichen ist laut dem Buch “The Great StagnationApple selbst. Zwar habe der Aufstieg des iPods in seiner Stückzahl von fast einer Viertel Milliarde für zahlreiche neue Arbeitsplätze gesorgt, aber auch beispielsweise die Compact Disc zerstört.

So zieht das Buch eine Reihe von Schlussfolgerung und malt Szenarien, denen man glauben mag oder auch nicht. Zumindest in Deutschland dürfte man den Anklagen jedoch aufgrund der aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt mit etwas mehr Gelassenheit entgegensehen, als in den Vereinigten Staaten.

Weitere Themen: iPod

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz