LaCie MosKeyto: Kleine Mücke mit Flashspeicher

Sven Kaulfuss
14

Ach Gottchen: Ein USB-Stick! Was veranlasst denn nun schon wieder die macnews.de-Redaktion ein solch banales Produkt unter die Lupe zu nehmen? Es ist die „Größe“, denn nicht nur Apple frönt der Miniaturisierung, auch Speicherspezialist LaCie versteht sich auf die Schrumpfung von Produkten. Dass eine solche Strategie nicht nur Nachteile mit sich bringt, beweisen die Franzosen mit dem MosKeyto
* auf zauberhafte Weise.

Zauberstück: Hokuspokus Verschwindibus
USB-Sticks mögen zwar den Zenit ihrer Entwicklung schon lange erreicht haben, aber dennoch überraschen sie uns Anwender und Käufer immer wieder mit ihrer Gestaltungsvielfalt. Ein echter Winzling ist beispielsweise der LaCie MosKeyto – weniger als 20 mm lang und nur 10 Gramm bringt die kleine Stechmücke auf die Waage. Der „petit Français“ beherrscht ferner einen echten Zaubertrick: In den USB-Port gesteckt verschwindet ein Großteil seines Körpers auf wundersame Weise. Heraussticht dann nur noch ein Bruchteil seiner ursprünglichen Größe – ganze 6 Millimeter um genau zu sein. Besonders MacBook-Nutzer werden sich daran erfreuen, verhindert eine solche Konstruktion doch effektiv ungeliebte Unfälle. Sowohl der USB-Stick als auch der -Anschluss bleiben unversehrt, des weiteren kann der MosKeyto auch im MacBook stecken bleiben ohne zu dick aufzutragen. So genutzt, ist es gleichfalls unmöglich den USB-Stick zu verlieren – die sonst wohl häufigste Ursache für den Verlust eines solchen Speichermediums.

Anders als bei den bisherigen USB-Keys von LaCie, besteht der Korpus des MosKeyto nicht aus Metall, sondern aus schnödem Kunststoff, wenngleich gut verarbeitet. Im Lieferumfang befindet sich desgleichen eine praktische und festsitzende Verschlusskappe und ein Bändchen zur Befestigung an Stick, Kappe oder beidem – sehr clever. Bis hierin hinterlässt der LaCie MosKeyto einen guten Eindruck. Auch muss man sich nicht nur mit einem Modell zufriedengeben, ist der USB-Stick doch in Größen von vier, acht und 16 GB erhältlich.

Geschwindigkeit: Hokuspokus Langsamikus
Der kleine frankophone Harry Potter versteht sich leider noch auf einen weiteren Zaubertrick: Er ist der Meister der geruhsamen Datenübertragung. Im Produkttest bei neuerdings.com erzielt der LaCie MosKeyto magere 5 MB/s beim Schreiben und 13 MB/s beim Lesen. Auch NotebookCheck attestiert dem USB-Winzling keine sonderlich schnellen Werte. So betrachtet taugt der MosKeyto zwar noch immer als kleiner, mobiler Datenträger; empfiehlt sich aber nicht unbedingt als Backup-Medium für Monsterdaten im Gigabyte-Bereich.

Vorteile:
+ sehr robust
+ äußerst winzig und praktisch für MacBook-Nutzer
+ gute Verarbeitung

Nachteile:
– Geschwindigkeit

Fazit
Dem LaCie MosKeyto glückt ein Kunststück: Mit seiner Winzigkeit erobert er die Herzen der MacBook-Nutzer. Dessen ungeachtet erbittet er sich aber desgleichen Geduld von seinen Besitzern, denn ein Daten-Ferrari ist er mitnichten. Wer einen gut durchdachten USB-Stick benötigt und nicht unbedingt seinen gesamten Datenverkehr in der Cloud vollführen oder „seine“ riesigen Filmdaten mit Freunden teilen möchte, für den dürfte der MosKeyto dennoch eine Überlegung wert sein.

Alternative Micro-USB-Sticks
Doch nicht nur LaCie offeriert USB-Sticks im praktischen Mikroformat: Alternativ zum LaCie MosKeyto empfiehlt sich beispielsweise der Lexar Echo ZE

* – weniger robust und hübsch, dafür umso schneller. Preislich attraktiv ist ebenso der Delock Nano
*.

LaCie MosKeyto USB-Stick
Hersteller: LaCie
Preise: 4GB (19,99 Euro

*), 8GB (29,99 Euro
*) und 16GB (49,99 Euro
*) – jeweils UVP (Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers)
macnews.de-Wertung: 3,5 von 5 Sternen

Weitere Testberichte:
4 GB in Insektengröße – Testbericht von neuerdings.com
Testbericht von NotebookCheck
Testberichte und Meinungen bei altatest

Neue Artikel von GIGA APPLE

GIGA Marktplatz