MacBook Pro und iMac: Mit Lion-Tastaturen - aber ohne Installations-DVDs oder -USB-Sticks

Florian Matthey
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Apple hält OS X Lion für einen so wichtigen Schritt, dass die jüngsten Versionen des MacBook Air und des Mac mini erst zusammen mit dem neuen Betriebssystem erscheinen sollten. Jetzt hat Apple auch bestehenden Modelle an Lion angepasst – unter anderem mit neuen Symbolen auf der Tastatur und dem Entfernen von Installations-DVDs. Letzteres dürfte die wenigsten Kunden freuen.

Neues Karton-Design und neue Tasten

Die offensichtlichste Neuerung ist die Verpackung: Während die Kartons der MacBook-Pro- und iMac-Modelle bisher einen Rechner mit dem Standard-Schreibtischhintergrund des Mac OS X 10.6 Snow Leopard zeigen, hat Apple diesen mittlerweile durch das Lion-Hintergrundbild der Andromedagalaxie ersetzt.

Wer den Karton des MacBook Pro öffnet, findet laut Mac Rumors einen Rechner mit für OS X Lion angepasster Tastatur vor: Ebenso wie die Bluetooth-Tastatur hat Apple auch die MacBook-Tasten mit Symbolen für Mission Control und Launch Pad angepasst. Nicht jeder dürfte sich derweil über die Entscheidung freuen, die neuen Rechner ohne Installations-DVDs auszuliefern – und diese auch nicht durch einen Installations-USB-Stick zu ersetzen.

Wegfall der DVDs erschwert Benutzern Selbstwartung

Apple hält optische Datenträger nicht mehr für zukunftsfähig und setzt daher auf den Vertrieb von Software über den Mac App Store – so auch OS X Lion. Das Unternehmen scheint Lion aber nicht einmal als DVD für Notfälle im Lieferumfang seiner Rechner anbieten zu wollen.

Während sich die neuen MacBook-Air- und Mac-mini-Modelle über eine Internet-Verbindung wiederherstellen lassen, müssen Kunden der Lion-MacBook-Pro- und iMac-Modelle ihre Rechner im Falle eines Festplatten-Defekts wohl bei einem Apple-Händler vorbeibringen. Es sei denn, Apple hat die Hardware ebenfalls für die Internet-Wiederherstellung angepasst, wofür es bisher aber noch keine Anzeichen gibt.

Die Wartung beim Apple-Händler wird nach Ablauf der Garantielaufzeit jedenfalls Geld kosten. Für die Selbstwartung zu Hause bliebe dann die Möglichkeit, Lion-Installations-DVDs oder USB-Sticks bei einem Bekannten mit einer Lion-Installationsdatei aus dem Mac App Store manuell zu erstellen, was Mac-App-Store-Kunden allerdings gemäß dem Lizenzabkommen mit Apple nur für den einen eigenen Rechner erlaubt ist.

Für die hundertprozentig legale Selbstwartung müssten sich die MacBook-Pro- oder iMac-Kunden also eine eigene Lion-Lizenz* für 23,99 Euro im Mac App Store besorgen oder einen der Lion-USB-Sticks kaufen, die es ab August für 59 Euro im Handel geben wird. Vielleicht wäre es in Sachen Kundenfreundlichkeit dann doch besser gewesen, eine Lion-DVD beizulegen – die Apple nur ein paar Cent gekostet hätte.

Weitere Themen: iMac 2014, MacBook Pro, USB

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