Thunderbolt: Eine Schnittstelle auf dem Vormarsch

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Ursprünglich sollte sie einmal LightPeak heißen – seit Apple die neuen MacBook Pros vorstellte, ist allerdings nur noch von Thunderbolt die Rede. Bislang ist es ein “toter” Anschluss, da keine Geräte auf dem Markt existieren, welche die schnellen Daten-Transfers unterstützen. Doch so langsam kommt Leben in die Bude. Die ersten Adapter, Speichersysteme und Videoeingabe-Produkte werden angekündigt und Intel spricht von einem Developer Kit für Thunderbolt noch in diesem Quartal.

Die heute in Las Vegas ausklingende NAB Show brachte bereits erste Ausblicke auf die Thunderbolt-Produktlandschaft der kommenden Monate. Hersteller Sonnet kündigt verschiedene Geräte an, die mit der Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle kompatibel sind. Darunter diverse Storage-Systeme in den Geschmackrichtungen SSD und eSATA, sowie Adapter für FireWire 800 und PCIe 2.0.

Auch von der Videobearbeiter-Front gibt es Neuigkeiten: AJA hat bekanntgegeben, die Thunderbolt-Technologie in seine Produkte zu integrieren. Hinter den Codenamen “Riker” und “Phaser” verbirgt sich experimentelle, aber vielversprechende Schnittstellen und Hardware für den Video-Profi. Bei hohen Frameraten können so Video-Daten beliebiger Größe bis 5K verarbeitet werden.

Hersteller Apogee zufolge ist Thunderbolt die Lösung “aller Verwirrung um professionelle Schnittstellen zur Audio-Produktion”. Andere Standards wie USB 3.0, FireWire oder PCI könnten bald obsolet werden. Das I/O-Modul Symphony werde demnächst ebenfalls mit Thunderbolt ausgerüstet werden – Apogee verspricht “unglaubliche Hochleistungs-Aufnahmen vom Tonstudio bis zum Nachtschränkchen im Hotel”. Aufnahmen verschiedenster Couleur also.

Thunderbolt-Produkte werden uns also innerhalb der kommenden Monate in stetig wachsender Zahl über den Weg laufen. Wie PCWorld berichtet, kündigte Intel am vergangenen Dienstag an, bis Juni dieses Jahres den Entwicklern Developer Kits für Thunderbolt zur Verfügung zu stellen. Dann werden neben LaCie und Promise auch diverse andere Produzenten schnell entsprechende Geräte auf den Markt bringen.

In einem Video demonstriert Jason Ziller, verantwortlich für die Vermarktung der neuen Schnittstelle, was Hochgeschwindigkeits-Datentransfer eigentlich bedeutet. Neben einem aktuellen MacBook Pro ist ein RAID-Array aus dem Hause Promise aufgebaut, verbunden über Thunderbolt. An dem Array hängt, ebenfalls via Thunderbolt, ein Cinema Display von Apple.

Nun wird in Final Cut Pro eine Projektvorschau gezeigt, in der vier verschiedene Videodateien von dem Array in das MacBook Pro, und von dort über das Array auf das Cinema Display gespielt werden. Das ganze läuft flüssig und problemlos, das Thunderbolt-Tacho zeigt maximale Transferraten von 600-800 Megabyte pro Sekunde.

Eine spannende Zukunft also, die uns da mit Thunderbolt erwartet. Festplatten, Audio- und Video-Equipment, externe Monitore und nur eine einzige Schnittstelle. Frei nach J.R.R. Tolkien: “Ein Port, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden”

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Thunderbolt


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