Mac Datenrettung: Was tun, wenn der Mac runtergefallen ist

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Wenn der Mac zu Boden fällt,  hat das für den Besitzer oft schlimme Folgen: Abgesehen von irreparablen Hardware-Schäden bringt ein solcher Sturz häufig einen Datenverlust mit sich. Dennoch sollte man nicht zu schnell aufgeben: Wir zeigen Tipps zur Datenrettung.

Mac Datenrettung: Was tun, wenn der Mac runtergefallen ist

Verlorene Daten: Noch immer ein Problem?

Ja! Nicht in jedem MacBook ist bereits ein SSD-Speicher im Einsatz, der mit starken Erschütterungen deutlich besser zurecht kommt als eine gewöhnliche Festplatte mit beweglichen Teilen. Auch ein Bewegungssensor, der den Schreib-/Lesekopf bei Erschütterungen von den Magnetplatten fern hält, hilft nur bedingt, wenn das Gerät mit entsprechender Wucht aufschlägt.

Macworld hat Strategien und Tipps parat, um scheinbar verlorene Daten zurückzugewinnen. Wir fassen die Datenrettungs-Mission zusammen:

Nach dem Sturz booten

Was zunächst paradox klingt, kann Daten retten. Denn: Direkt nach dem Sturz, bevor man durch zusätzliches Umhertragen den Zustand der Platte “verschlimmbessert”, befindet sich die Festplatte womöglich in ihrem besten Zustand. Gelingt das Hochfahren des Computers, kann man die Daten extern sichern. Dabei sollte man vorsichtig mit dem Laufwerk umgehen und nicht allzu viele Dateien auf einmal verschieben.

Ab in die Gefriertruhe

Bevor Apple in den meisten MacBook-Baureihen das so genannte Unibody-Design eingeführt hat, konnten Anwender die Festplatten ihres mobilen Macs mit wenigen Handgriffen ausbauen. Wer einen solchen Mac besitzt, kann die Festplatte – nur die Festplatte – nach einem vergeblichen Boot-Versuch für eine gute Stunde in die Gefriertruhe legen. Die Platte selbst packt man am besten in einen Gefrierbeutel. Metallteile, die womöglich überhitzt sind oder sich verzogen haben, gehen damit vielleicht in ihre ursprüngliche Position zurück und funktionieren, wenn auch kurzzeitig, wieder. Die ein oder andere verlorene Datei lässt sich so womöglich doch noch retten. Weiter beschädigen wird dieser Schritt die Festplatte nicht, schreibt Macworld.

Frauen und Kinder zuerst: Das gilt für den Benutzerordner

Benutzerordner nach dem Mac-Sturz

Wer es nach einem Sturz schafft, auf die Festplatte zuzugreifen, sollte sich zunächst dem Benutzerordner widmen. Dort nämlich befinden sich die wichtigsten Dateien. Das ist vielleicht nichts neues, aber trotzdem elementar.

Diese Software leistet dem Anwender Beistand nach der Bruchlandung

In puncto Software hat Macworld zwei Tipps auf Lager:

DiskWarrior stellt Dateien oder ganze Verzeichnisse wieder her und speichert sie an einem Ort auf der Festplatte, der noch frei von Fehlern ist. So werden mit etwas Glück auch Dateien, Ordner und Dokumente wiederhergestellt, von denen ihr geglaubt habt, sie seien für immer verloren.
DiskWarrior identifiziert und repariert auch ungültige Dateizugriffsrechte und Listen für die Zugriffssteuerung. Die Software behebt Probleme von Mac-Festplatten im HFS- und HFS-Plus-Format, einschließlich RAID-Volumes, und sogar den Speicher von iPods. Zusätzlich führt das Programm Datei- und Ordnertests durch, um Unregelmäßigkeiten noch aufzuspüren, bevor sie Probleme bereiten. Es lässt sich auf betroffenen Systemen auch von CD starten.

DataRescue 3 haben wir bereits vorgestellt. Anwender können eine Demo-Version herunterladen, mit der man immerhin die Erfolgsaussichten einer Rettung prüfen kann.

Weitere Tipps, wenn der Mac runtergefallen ist

Time Machine ist Apples doppelter Boden für Daten. Wer regelmäßig Backups erstellt, muss eine kaputte Festplatte nicht fürchten. Abgesehen vom Kauf einer neuen Festplatte muss sich der Anwender keine teuere Software zulegen. Mit wenigen Klicks lässt sich das Backup auf die neue Platte überspielen. Wie das geht, zeigen wir in unserem How-To zu Time Machine.  Wer ungenutzte USB-Sticks herumliegen hat, kann und sollte auch sie als Backup-Speicher nutzen. Ein Dokumente-Ordner beispielsweise passt in vielen Fällen auf ein solches Laufwerk. Weiterhin kann man sich natürlich überlegen, das nächste Apple-Gerät gleich ab Werk mit einer SSD-Platte zu kaufen. Nachrüsten ist schließlich nicht jedermanns Sache. Solid-State-Drives sind dank ihrer Bauweise deutlich robuster und daher kaum anfällig für Stöße und Stürze.

Artikelbild: Dropped my Macbook Pro :(, von kalleboo auf flickr.com.

Weitere Themen: MacBook Pro


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