Das neue MacBook: Ersteindruck und Hands-on – Video

Ben Miller
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Im Rahmen des Spring Forward Events durften wir uns das neuste MacBook von Apple genauer ansehen und auch ausprobieren.

Das neue MacBook: Ersteindruck und Hands-on – Video
Bildquelle: GIGA

Das ist zurück – nicht Air und nicht Pro. Schlicht und einfach MacBook. Diese Produktlinie hatte Apple 2012 eingestellt und jetzt wieder von den Toten auferstehen lassen – und wie.

Mit dem neuen MacBook möchte uns Apple heute schon die Zukunft der hauseigenen Notebooks zeigen. Noch kompakter, noch reduzierter, noch mobiler, noch kabelloser.

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Apple MacBook 2015

MacBook: Das neue Design

Was beim neuen natürlich sofort auffällt: es ist dünn, atemberaubend dünn, dünner als das erste iPad und das hatte bekanntlich kein Retina-Display und keine Tastatur, von der Leistung ganz zu schweigen.

Es ist so dünn, dass zwangsläufig kein Platz für reguläre USB- oder Thunderbolt-Buchsen blieb. Der schmerzlichste Verlust dürfte für viele Nutzer aber wohl der weggefallene SD-Karten-Slot sein.

Selbst der Kopfhörer-Anschluss auf der rechten Seite des Gerätes passt nur noch gerade so in das Gehäuse. Der Kopfhörer-Anschluss gibt hier eigentlich die Dicke des Gerätes vor. Das muss man sich einmal vorstellen. Einen halben Millimeter dünner und wir hätten vielleicht auch auf den Kopfhörer-Anschluss verzichten müssen.

Das Design des MacBook erinnert eher an ein iPad als an ein MacBook Air. Dass Apple auf ein leuchtendes Apple-Logo verzichtet und das MacBook zusätzlich in Gold und Spacegrau anbietet, verstärkt diesen Eindruck.

Vergleich: MacBook vs MacBook Air

Die Farbtöne entsprechen übrigens exakt jenen der aktuellen iPhones. Das Spacegrau ist also nicht so dunkel wie beispielsweise beim iPhone 5 (oder wie es auf manchen Pressefotos wirkt).

Dieser sehr kompakte Formfaktor macht das MacBook zu einem äußerst portablen Notebook – mit Kompromissen.

MacBook: USB-Typ C, sie alle zu knechten

Das MacBook besitzt, neben der bereits erwähnten Kopfhörerbuchse, einen einzigen Anschluss und der ist auch noch für den neuen USB–3.1 Typ-C-Stecker. Dieser hat aktuell, am heutigen Tag, einen Verbreitungsgrad von 0,0 Prozent ( auf eine Komma-Stelle aufgerundet).

Aufladen, externes Display und sonstige Peripherie anschließen – alles läuft über diese eine USB-C-Buchse. Dank neuen Multiport-Adaptern, die sich Apple natürlich einiges kosten lässt, kann man auch mehrere Geräte gleichzeitig anschließen, verwenden und parallel dazu das MacBook aufladen.

Das bedeutet natürlich auch, dass man immer und überall Adapter mitnehmen muss. Möchte man seine DSLR-Kamera anschließen, braucht man einen Adapter. Möchte man eine SD-Karte auslesen, braucht man ein externes Lesegeräte mitsamt Adapter.

Selbst für das Anschließen eines regulären USB-Sticks benötigt man einen Adapter.

Bis USB-C einen kritischen Verbreitungsgrad erreicht, kommt man um unzählige Adapter und den dazugehörigen Kabelsalat nicht herum. Denn nur weil Apple plötzlich alle Anschlüsse wegstreicht und alles auf die USB-C-Karte setzt, heißt das nicht, dass dies auch der Markt von heute auf morgen tut.

Apples nicht zu unterschätzender Einfluss auf den Markt dürfte der Verbreitung von USB-C aber ordentlich auf die Sprünge helfen.

„Der Erste hat den Tod, der Zweite die Not, der Dritte das Brot.“

Man sollte aber nicht jammern, sondern Apple seinen Mut beim Design des MacBook zugutehalten. Während andere Hersteller immer noch den 28 Jahre alte VGA-Anschluss in ihre Ultrabooks verbauen, setzt Apple heute bereits auf die Zukunft.

Einer muss nun mal der Erste sein und das ist in diesem Fall wieder Apple. Vor sieben Jahren hörte man nach der Vorstellung des ersten MacBook Air ähnliche Kritiken. Damals beklagten sich viele über das fehlende DVD-Laufwerk und die doch recht wenigen Anschlüsse.

Wenige Jahre später war das MacBook Air das populärste unter den ultraportablen Notebooks und diente als Vorbild für Intels Ultrabooks.

MacBook: Hardware

In den MacBooks kommen die neusten Intel Core M-Prozessoren zum Einsatz. Diese Prozessor-Familie ist in Sachen Leistung, Stromverbrauch und Preis zwischen Intel Atom- und Intel Core i-Prozessoren angesiedelt.

Mit Final Cut Pro X oder Lightroom auf eine MacBook dürfte man wohl nicht glücklich werden. Vielleicht vermag uns Apple aber erneut zu überraschen. Dementsprechend warten wir lieber auf die Ergebnisse unserer Praxistests.

Außerdem sind alle MacBooks ausnahmslos mit 8GB Arbeitsspeicher ausgestattet. Da kann man auch nichts upgraden, schon gar nicht nachträglich. Apple hat wie erwartet alles fest verlötet. Da wie bereits oben erwähnt auch kein SD-Karten-Slot vorhanden ist, kann man auch keine SD-Karte als Zusatzspeicher verwenden. Dementsprechend dürften wohl viele direkt die teurere Variante mit 512 GB Speicher wählen.

Für die Grafik sorgt bei allen Modellen eine Intel HD Graphics 5300.

  • Bei 3DMark 2013 erreicht die HD Graphics 5300 auf vergleichbaren Rechnern durchschnittlich 4355 Punkte.
  • Die HD Graphics 6000 in den MacBook Airs schneidet im 3DMark 2013 mit durchschnittlich 5425 Punkten ab.

Diese Zahlen dienen uns hier jetzt nur als grobe Vergleichswerte. Benchmarks direkt vom neuen MacBook gibt es noch nicht.

Laut Apple kommt im neuen MacBook und den neuen MacBook Airs der schnellste PCIe-Flash-Speicher zum Einsatz, den man bisher verbaut hat. Genaue Zahlenwerte nannte Apple leider keine. Da müssen wir auf die Ergebnisse der Praxistests warten.

Mehr zum neuen Trackpad, der neuen Tastatur, dem Preis-Leistungs-Verhältnis und das Zwischenfazit auf Seite 2!

Weitere Themen: MacBook Pro mit 13-Zoll Retina-Display, MacBook Air, MacBook Pro mit Retina Display, Apple