MacBook als Portrait-Monitor: Display Rotation Menu im Check (Tipp)

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Die Pivot-Funktion Display Rotation Menu ermöglicht die Drehung des Bildschirms um 90 Grad, ideal um die Lesbarkeit von Texten und (Web)Seiten im Hochformat zu verbessern. Bisher nutzen dieses Feature hauptsächlich externe Displays, doch auch MacBooks sind dazu befähigt.

MacBook als Portrait-Monitor: Display Rotation Menu im Check (Tipp)

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Spezielle Portrait-Monitore gehörten in früheren Tagen zur Standardausstattung eines Schriftsetzers – auch Apple hatte ein solches Modell im Angebot. Später integrierten Flachbildschirme diese Möglichkeit durch die sogenannte Pivot-Funktion. So nutzen auch heute noch viele Layouter, Autoren und Programmierer Bildschirme im Hochformat – überall dort, wo man mit Texten und Seiten annähernd im DIN-A4-Format arbeitet. Was viele Anwender nicht wissen: Auch das interne Display eines MacBook Pros beziehungsweise MacBook Airs lässt sich auf diese Weise rotieren und im Portrait-Modus nutzen.

Display des MacBooks drehen: Display Rotation Menu

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Dafür braucht es die kostenlose Software Display Rotation Menu. Das kleine Programm fügt der Menüleiste in OS X ein neues Icon hinzu. Fortan lässt sich das Display des MacBooks um 90 Grad drehen – sowohl links- als auch rechtsherum. Gar eine Drehung um 180 Grad ist möglich – der Bildschirminhalt steht dann Kopf.

Wer Display Rotation Menu ständig im Zugriff haben möchte, findet in den Voreinstellungen des Programms die Möglichkeit, das Tool direkt beim Start des Rechners zu laden. Display Rotation Menu benötigt mindestens Mac OS X 10.4 oder höher, getestet haben wir die App auf OS X 10.7 Lion mit einem MacBook Air. Vorsicht: Nicht alle Mac-Konfigurationen unterstützen die Drehung des Bildschirms. Probleme bereiten beispielsweise vor allem ältere MacBooks.

Display Rotation Menu: Tipps zur Nutzung

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Doch wie sinnvoll ist es eigentlich den internen Bildschirm des MacBooks im Portrait-Modus zu betreiben? Vorderhand empfiehlt es sich für die Steuerung auf eine externe Tastatur und Maus  (Trackpad) zurückzugreifen – vorzugsweise kabellose Bluetooth-Modelle. Das interne Trackpad hingegen verhält sich verständlicherweise „kurios“ bei der Eingabe, ist also fast ausnahmslos nutzlos. Mit einer Einschränkung: Nutzt der Anwender beispielsweise die Kindle-App, so genügt die normale Wischmethode auf dem Trackpad um weiterzublättern.

Für das Studium eines Buches ist dies ausreichend, weitere Eingabegeräte sind dann nicht unbedingt notwendig. Kurzum: Aus dem MacBook wird ein „richtiges“ Buch. Davon abgesehen gelten alle Vorzüge eines externen Pivot-Displays auch für den internen Bildschirm des MacBooks. Die eingangs beschriebene Zielgruppe von Anwendern darf sich also freuen – Webseiten, Texte in Word...die Möglichkeiten sind vielfältig.

Übrigens: Beim Anschluss eines externen Monitors sollte man beachten, dass immer nur das Hauptdisplay gedreht wird.

Noch ein Tipp: Da im Portrait-Modus meist das Programm-Icon aufgrund des beschränkten Platzes in der Menüleiste nicht mehr zu sehen ist, sollte man sich folgende Tastenkombination gut merken: Befehls-, Options-, Steuerungstaste und 0 gleichzeitig drücken. Schon verlässt man die Pivot-Funktion und der Normalzustand ist wieder hergestellt.

Fazit: Geeks lieben es

Zugegeben, etwas „nerdig“ erscheint die Verwendung von Display Rotation Menu schon. Wer sich ein iPad leisten kann und will, wird darüber wohl nur milde Lächeln. Dennoch: Display Rotation Menu ist kostenlos und in jedem Fall einen Versuch wert.

downloaden (kostenlos; Entwicklerseite)
Alternativ kostenlos im Mac App Store

Weitere Themen: MacBook Air, MacBook Pro mit 13-Zoll Retina-Display, MacBook Pro mit Retina Display, MacBook Pro


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