Noch kein altes Eisen

Manche Macs sind nicht kaputt zu kriegen oder sehen noch heute einfach nur schick aus. Wir zeigen, wie Sie dem Oldie noch zu ein paar schöpferischen Jahren verhelfen.

Mit Mac OS 10.6 Snow Leopard hat Apple die Unterstützung für den PowerPC aufgegeben. Ältere Macs gehören deswegen aber längst noch nicht zum Sondermüll. Um auch aktuelle Software verwenden zu können, zeigen wir Ihnen, wie Sie den alten Mac wieder flottbekommen. Wir möchten Ihnen hier jedoch keine Hacks liefern, wie man Software-Installer manipuliert, damit zu hohe Systemvoraussetzungen umgangen werden können. Denn letztendlich hat man wenig Freude an Software, die auf einem betagteren Mac nur im Schneckentempo dahinkriecht.

Betriebssystem günstig von ebay

Die meiste Software erfordert heutzutage Mac OS X Tiger. Wer an seinem älteren PowerPC-Mac ein iPhone oder einen iPod nutzen und anschließen möchte, benötigt ein Update auf Systemversion 10.4.11. Mit Jaguar oder Panther geht in dieser Hinsicht gar nichts mehr. Ist man noch auf spezielle Mac-OS-9-Software angewiesen, sollte man bedenken, dass mit Leopard die Unterstützung für die Classic-Umgebung aufgegeben wurde. Zunächst einmal sollte man an genügend RAM denken. Denn bis vor wenigen Jahren wurden noch Macs mit nur 256 MByte RAM ausgeliefert. 768 MByte sind die Untergrenze, um einigermaßen vernünftig arbeiten zu können. Als Nächstes sollte man sich die vorhandene Software-Ausstattung genauer ansehen und ausloten, wofür es fehlerbereinigte und kostenfreie Updates gibt. Manchmal lohnt sich auch der Kauf der aktuelleren Software-Version. Da es sich hierbei heutzutage um Universal-Software für alle CPU-Typen handelt, führt die Investition in neue Software für PowerPC-Macs in keine Sackgasse. So gesehen ist Mac OS X Tiger die beste Wahl und in keinster Weise ein suboptimales Betriebssystem, um noch ein wenig mit einem älteren PowerPC-Mac weiterzuarbeiten. Sie können Tiger günstig auf eBay erwerben. Dabei ist jedoch unbedingt darauf zu achten, eine Retail-Version für alle Rechnertypen zu ersteigern. Es kursieren nämlich auch System-DVDs, die ­einem bestimmten Rechnertyp beilagen und sich auf keiner anderen Hardware installieren lassen. Wenn Sie einen G5 verwenden und auf Classic verzichten können, dann ist Mac OS X 10.5 Leopard empfehlenswert. Auch dieses Sy⁠s­tem erhalten Sie nicht mehr bei Apple, sondern nur noch gebraucht.

Schreiben, Rechnen, Präsentieren

Wenn Ihr Mac schon länger in Gebrauch ist, dann ist womöglich noch das inzwischen stark veraltete Microsoft Office v. X installiert. Eine Alternative wäre hier auf jeden Fall ein gebrauchtes Office:mac 2004 mit dem Open XML Converter. Letzterer sorgt dafür, dass auch neuere Office-Dokumentformate verarbeitet werden können. Office 2008 bremst ältere Macs wiederum aus und sollte, wenn überhaupt, nur auf G5-Systemen installiert werden.
Ab 139 Euro, Infos und Demo:
www.microsoft.com/germany/mac
Wenn man Dokumente aus den aktuellen Office-Versionen für Mac und PC weiterhin auf dem eigenen Mac-Veteranen öffnen und bearbeiten muss, kann man sich auch nach einer freien Office-Alternative umschauen.
Im Open-Source-Bereich existieren kostenfreie Lösungen. OpenOffice 3.1 wurde für PPC allerdings nie ins Deutsche übertragen. Erste Wahl ist hier der OpenOffice-Klon NeoOffice 3.0.2, den es auf Deutsch auch noch in einer Version für den PowerPC gibt. Unterstützt werden neben Word auch Dokumente aus Excel und Powerpoint. Nur eines wird immer wieder vergessen: Beim Sichern sollte man nicht blindlings ins native OpenOffice-Format speichern, sonst stehen Microsoft-Office-Anwender damit vor einem Problem. Im Sichern-Dialog sollte daher ein kompatibler Dateityp anstelle von .odt gewählt werden.
Kostenlos, Info und Download:
www.neooffice.org/neojava/de,
www.openoffice.org
Apple selbst gibt zwar an, dass die hauseigene Suite iWork ’09 auf einem G4 mit mindestens 500 MHz läuft, doch darauf zu vertrauen
genügt in der Praxis nicht. Man muss sich nur einmal einen der aufwendigen Übergänge im Präsentationsprogramm Keynote zu Gemüte führen, um einzusehen, dass für eine ruckelfreie Wiedergabe eine bessere Grafikkarte beziehungsweise schnellere CPU vonnöten ist. Bleiben Sie bei Ihrer vorhandenen iWork-Version, wenn Sie auf die Tabellenkalkulation Numbers vorerst verzichten können.
Info und Demo: www.apple.com/de/iwork
Wem es nur um das bequeme Bearbeiten von Text geht, der ist bei Bean gut aufgehoben.
Einen schlankeren Texteditor findet man am Mac wohl nicht. Die Software stellt allerdings keinen Ersatz für Word dar, denn dazu fehlen zu viele Funktionen. Redakteure freuen sich bei Bean über die permanent in der Statusleiste eingeblendete aktuelle Textmenge an Wörtern und Zeichen und den Vollbildmodus.
Kostenlos, Info und Download:
www.bean-osx.com

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