Teurer Weg­werf­ar­ti­kel: Surface Laptop versagt im iFixit-Teardown

Peter Hryciuk

Je stylisher ein Produkt aussieht, desto schwerer lässt es sich reparieren. Das Surface Laptop von Microsoft ist sehr stylish und laut iFixit ein reiner Weg­werf­ar­ti­kel. Da schneidet sogar das MacBook Pro von Apple besser ab.

Teurer Weg­werf­ar­ti­kel: Surface Laptop versagt im iFixit-Teardown

Surface Laptop lässt sich nicht reparieren

Die Surface-Produkte von Microsoft haben sich schon immer nicht wirklich leicht reparieren lassen. Es gab immerhin die Möglichkeit, Geräte wie das Surface Book oder Surface Pro 4 zu öffnen, ohne dieses gleich komplett zu zerstören. Diesen Vorteil hat Microsoft mit dem Surface Laptop nun gestrichen. Möchte man auf die inneren Hardwarekomponenten zugreifen, muss man das Surface Laptop aufschneiden – und zerstört damit den Bezug aus Alcantara.

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Doch auch der weitere innere Aufbau ist nicht dafür ausgelegt, anfällige Komponenten wie den Kopfhöreranschluss oder die Batterie zu erreichen und austauschen zu können. Um an diese Komponenten zu gelangen, muss man das komplette Surface Laptop zerlegen – und zerstört das Gerät dabei mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit.

Ein Upgrade des Surface Laptop ist ebenfalls nicht vorgesehen. Selbst wenn man das Gerät öffnen und dabei die Tastatur zerschneiden würde, gibt es keine Möglichkeit, den internen Speicher oder Arbeitsspeicher zu erweitern. Alle Komponenten sind aufgelötet. Deswegen gab es von iFixit auch nur eine blamable Bewertung von 0 von 10 Punkten.

MacBook Pro mit Touch Bar schneidet besser ab

Der direkte Konkurrent, das neue 2017er MacBook Pro mit Touchbar von Apple, schneidet mit einem von zehn Punkten besser ab als das Surface Laptop. Das Notebook von Apple lässt sich immerhin mit etwas Aufwand öffnen, ohne dass man es gleich in die Mülltonne schmeißen muss. Das ist bei Microsoft nicht vorgesehen.

Selbstverschuldete Schäden werden zum Desaster

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Microsoft Surface Laptop mit Windows 10 S vorgestellt

Wer sich also ein Surface Laptop von Microsoft kauft, sollte vielleicht . Dort sind selbstverschuldete Schäden für zwei Jahre abgedeckt. Man kann zwei Ansprüche geltend machen und muss dann noch einmal 49 Euro pro Schaden als Selbstbeteiligung zahlen. Immerhin besser als mindestens 1.149 Euro für ein neues Surface Laptop, wenn man es versehentlich selbst beschädigt.

Die schlechte Reparierbarkeit ist im Endeffekt auch für Microsoft schlecht. Das Surface Laptop muss in dem Fall ausgetauscht werden, falls eine interne Komponente kaputt ist und es sich um einen Garantiefall handelt.

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