Acer Aspire Ultra M3 mit NVIDIA GT640M getestet

Matthias Schleif

Beim Acer Aspire Timeline Ultra M3* handelt es sich um ein neues 15.6 Zoll-Notebook mit dem Kepler-Grafikkern GT640M, das insgesamt so eine Art Mittelding zwischen Ultrabook und Notebook darstellen soll. Unabhängig von Acers Philosophien interessiert uns natürlich am ehesten die Grafikleistung des Systems.

Acer Aspire Ultra M3 mit NVIDIA GT640M getestet

Mit 2,3 Kilogramm Gewicht und knapp 2 Zentimeter Bauhöhe und 15 Zoll Diagonale ist das Acer Aspire Timeline Ultra M3 tatsächlich recht flach und leicht für einen 15 Zöller. Zur Bezeichnung Ultrabook reicht das aber natürlich nicht, denn diese sind auf 11 oder 13 Zoll gut die Hälfte leichter und dünner. Ebenfalls “althergebracht” ist die Verwendung einer Magnetfestplatte (HDD) mit 500 GB Fassungsvermögen. Dazu sind im Innern vier Gigabyte Arbeitsspeicher und eine i5-2467M Intel-CPU verbaut, die eben auch in den meisten Ultrabooks zum Einsatz kommt. Insgesamt konnte das Modell im Test wegen des nur mit 1366×768 Punkten auflösenden Bildschirms und der geringen Verwindungssteife des Gehäuses nicht überzeugen, aber kommen wir zum Wichtigsten, der Grafikleistung.

Im Gegensatz zu den “Vorab-Ergebnissen”, die wir gestern von einem Schenker-Notebook mit GT650M und i7-CPU hatten, schneidet das Acer mit seiner i5-CPU und der GT640M zumindest in 3DMark06 besser ab. So gesehen sind die erreichten 14515 Punkte also richtiggehend erstaunlich, das Schenker-System hatte lediglich “solide” 12357 Punkte erreicht. Woher auch immer dieser Vorsprung kommen mag, insgesamt ist die erste Kepler-GPU für Notebooks jedenfalls gut 50 Prozent leistungsfähiger, als ihr Vorgänger GT 540M, und bringt etwa 70 Prozent mehr Power, als das Modell GT525M. Die GPUs der GT5xxM-Reihe, die bis zum Modell GT555M reicht, sind ja schon nicht schlecht, wie ich aus eigenen Tests weiß. Die mit Kepler erreichte Leistungssteigerung genüge nun aber auch für anspruchsvollere Spieltitel, schreibt die Computerbase, wenn auch manchmal nur mit niedrigen Einstellungen.

Die Ergebnisse können sich also sehen lassen, auch wenn eine SSD dem System wohl sehr gut getan hätte, wie die Ergebnisse von CrystalDiskMark gezeigt haben. Da helfen auch die 20 GB SSD-Cache nicht wirklich weiter, die Acer zusätzlich verbaut, lediglich der Systemstart werde damit beschleunigt, scheiben die Kollegen.

Schade auch, dass das Acer Aspire Timeline Ultra M3 so schlecht verarbeitet ist, denn in dieser Beziehung hat Acer ja bereits einen schlechten Ruf. Dennoch lässt sich anhand eines solchen Tests schon die Power erahnen, die mit den kommenden Intel Ivy Bridge Prozessoren in Notebooks zur Verfügung stehen wird. Da die Computerbase das Ultra M3 als “fast besser zum Desktopersatz geeignet” beschreibt ist davon auszugehen, dass das vermehrt auch so gehandhabt werden wird. Den Absatzzahlen der Desktopsparten dürfte also weiter nichts Gutes drohen. Notebookfans werden dagegen die Qual der Wahl haben, denn ob die Ivy mit dem Kepler besser kann, als die verschmolzenen Trinity-APUs von AMD, das steht ja nun noch nicht endgültig fest.

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