Dell verkündet Verfügbarkeit des ersten Kohlefaser-Ultrabooks

Matthias Schleif

Ab sofort kommen also auch deutsche Kunden in den Genuss, ein Notebook mit einem gewissen Kohlefaser-Anteil am Gehäuse zu erwerben – ein Material, das besonders leicht und gleichzeitig besonders stabil sein soll. Natürlich wird das * von Dell mit weiteren, vollmundigen Werbesprüchen angepriesen, aber es gibt auch Anlass zur Kritik.

Dell verkündet Verfügbarkeit des ersten Kohlefaser-Ultrabooks

Nur die Wenigsten dürften sich noch an den Versuch Dells erinnern, bereits in 2008 ein ultra-schlankes, ultra-leichtes Notebook mit dem besonderen Alustyle auf den Markt zu etablieren, der wohl als gescheitert bezeichnet werden dürfte. So tadellos das “Adamo” seinerzeit wohl auch war, so kritikwürdig scheint der neuerliche Versuch zu sein, auf den fahrenden Ultrabook-Zug zu springen.

Das Äussere sei schon sehr speziell schön und “anders” als bei anderen Ultrabooks, beschreibt zum Beispiel Anandtech das XPS 13, das seit einiger Zeit in den USA bereits erhältlich ist. Dennoch sei es beispielsweise von unten belüftet, habe die “typischen” Ultrabook-Schwächen beim Display und habe leider auch keinen Cardreader an Bord. In den vielen Benchmarks hat es wiederum ganz gut abgeschnitten, was der konsequenten Verwendung von Solid State Disks bei Dell mit zu verdanken sein dürfte. Dennoch kommen sie bei vielen Tests nicht an die UX-Modelle von ASUS heran, deren SSDs allerdings auch erst nach einem BIOS-Update so richtig Gas gegeben haben.

Dennoch hat Dells XPS13 auch ein paar sehr positive Eigenschaften jenseits der immer wieder lobenswerten Verwendung von SSDs. Besonders das Display sticht dabei hervor, da Dell dieses zum Einen hinter Gorillaglas versteckt und dennoch ein besonders dünner Rand realisiert werden konnte. Typisch für Dell hat man auch hier ein paar mehr Auswahlmöglichkeiten. So kann beispielsweise aus den Versionen Home, Professional oder Ultimate die jeweils bevorzugte gewählt werden; eine Wahl zwischen i5-2467M oder i7-2637M Prozessoren und 128GB oder 256GB SSD ist ebenso möglich.

Dennoch überwiegen am Ende wohl die “Downer”, weswegen der Tester von Anandtech sich auch nicht so richtig an das Modell gewöhnen konnte, wie er beschreibt. Gerade aber, durch das nur mit 1366×768 Punkten auflösende Display am XPS 13 bleibt es auf jeden Fall hinter dem ASUS UX31 mit seinen 1600×900 Bildpunkten. Das aufzuwiegen müsste des XPS´ Haptik schon ganz besonders herausragend sein.

Bei Dell ist das System jedenfalls ab sofort ab 1149,- Euro *; wie üblich zuzüglich 29, Euro für den Versand. Ob´s das wert ist darf hier gern ausdiskutiert werden.

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