Intel: Kauft Ultrabooks, keine Tablets

Vor einigen Monaten startete Intel die Ultrabook-Initiative mit dem Ziel dünne, leichte und gleichzeitig performante Notebooks auch im Windows-Markt an den Mann oder die Frau zu bringen. Bisher blieb der durschlagende Erfolg aus. Grund genug zum Jahreswechsel mal wieder die Werbetrommel zu rühren und die Vorteile gegenüber der Konkurrenz zu erwähnen.

Im Fahrwasser des MacBook Air können sich die Ultrabooks bis dato nur mit großer Mühe über der Wasserlinie halten. Die Hersteller haben zum einen mit Apples Konkurrenz, zum anderen im eigenen Haus in Form von billigen Notebooks zu kämpfen. Entsprechend vorsichtig sind Unternehmen bei der Produktion der Geräte.

In einem Dokument mit dem Titel “Ultra Excited for Ultrabooks” (PDF), welches auf der neu gestarteten Ultrabook Community zu finden ist, vergleicht Intel die ultra-flachen Notebooks aber nicht etwa mit dem MacBook Air, sondern nimmt sich den Tablet-iPad-Markt zur Brust. Das liegt vermutlich daran, dass in Apples “Ultrabook” ebenfalls eine Intel-CPU steckt, nicht aber in den aktuellen Tablets. Man will sich schließlich nicht im eigenen Hause Konkurrenz machen.

Heutige Tablets bieten laut Intel “einige großartige Funktionen für bestimmte Zwecke bei längerer Akkulaufzeit und Touch-Bedienung”. Gleichzeitig seien “die Displays aber zu klein, der Speicherplatz zu gering und eingeschränkt, und die Leistung hinkt dem traditionellen PC ebenfalls hinterher”.

Wie schon oben angeschnitten, hat Intel hier ein Problem: die großen Tablet-Hersteller greifen nicht zu Intel-Chips, sondern basieren ihre Hardware auf der ARM-Architektur. Ein auf einer Intel-CPU basierendes Tablet mit Windows 8 werden wir aller Voraussicht nach wohl auch noch in diesem Jahr zu sehen bekommen. Das erste Modell von Samsung, das Microsoft und Intel auf Microsofts BUILD-Konferenz verteilten, zeigte in den Tests aber wo die Probleme stecken. Insbesondere Hitze und zu laute Lüfter wurden bemängelt.

Intel sieht die Ultrabooks als Lückenfüller zwischen Tablets und dem klassischen Notebook/Desktop, da sie “dünn und leicht mit bester Performance, Reaktionsfreudigkeit, Sicherheit und Akkulaufzeit” kombinieren. Die Käufer, die diese Lücke sehen, greifen aber aktuell nicht zu einem Ultrabook, sondern zu Apples MacBook Air. Die Geräte der anderen Hersteller sind derzeit einfach noch zu teuer, um von den potentiellen Kunden in Erwägung gezogen zu werden.

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