Ultrabooks: Absatzprognose bricht ein

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Der Kunde ist König und dem König muss gegeben werden, wonach dem König verlangt. Und das sind offensichtlich nicht die Ultrabooks. Diese hätten einfach nicht den richtigen Formfaktor und seien außerdem zu teuer, begründeten Kunden in der Regel ihre Entscheidung für eins der dicken, klobigen Standard-Notebooks.

Ultrabooks: Absatzprognose bricht ein

Vollmundig kündigte Intel mit Einführung der neuen Geräteklasse der Ultrabooks an, diese würden sicher bald einen Marktanteil von 40% am Gesamt-Notebookmarkt erreichen, doch nun kommt es offensichtlich anders. Nach Informationen aus der Zuliefererkette, so schreibt die Digitimes aus Taiwan, müssten diese Zahlen wohl eher auf “8 bis 13 Prozent” gesenkt werden. Hauptgrund, dass auch die Hersteller diesbezüglich ihre Absatzziele locker halbiert haben, sei der hohe Preis der meisten *. Dieser sei zwar durch die niedrige Bauhöhe und das geringe Gewicht der Systeme gerechtfertigt. Die weiteren, technischen Vorteile seien aber nicht deutlich genug und eigneten sich daher eher nicht, den höheren Preis zu rechtfertigen.

Viele Kunden zögen aber auch größere Bildschirme vor, die in den Flachlingen erst ab Mitte diesen Jahres erhältlich sein werden. Die bisher ausschließlich angebotenen 11.6 und 13.3 Zoll Ultrabooks eignen sich zwar hervorragend fürs mobile Arbeiten, sind allerdings als Desktop-Ersatz vielen Kunden zu klein..

Davon ausgehend, dass Lieschen Müller eben nur 500,- Euro zur Verfügung hat und statt eines Desktops lieber ein Notebook kauft, ist diese Entwicklung noch nicht einmal sonderlich überraschend. Auch die ein oder andere News aus der Vergangenheit wies schon darauf hin. Dasselbe gilt für den weiter eingebrochenen Absatz bei den Desktops, die für heutige Verhältnisse einfach zu immobil sind.

Wie die Computerbase schreibt könnte sich das Szenario dann nächstes Jahr wieder ändern, was mit Windows 8 und weiter fallenden Preisen der Ultrabooks zu tun habe. Die vagen Prognosen von “40 bis 90 Millionen Stück”, die voraussichtlich für “15 bis 35 Prozent” Marktanteil in 2013 sorgten, lassen viel Hoffnung durchscheinen. Warten wir mal das Weihnachtsgeschäft ab, wo sich dann auch noch Tablets, Smartphones und Hybride an den Kunden schmiegen, dann kann man sicher etwas genauer prognostizieren. Die “guten” Modelle, dann wohl mit Ivy Bridge Prozessoren und NVIDIA Kepler Grafik wird es aber wahrscheinlich auch dann noch nicht für weniger als tausend Euro geben. Wir lassen uns aber auch gern vom Gegenteil überzeugen.


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