Ultrabooks sind unbeliebt in Europa

Die derzeitige Auswahl an mobilen Geräteklassen auf dem Markt ist recht umfangreich und der Konkurrenzkampf dem entsprechend hart. Dies bekommen auch die Hersteller von Ultrabooks zu spüren. Als Intel im Mai vergangenen Jahres auf der Computex das Konzept der Ultrabooks vorstellte, waren die Erwartungen an die neue Klasse hoch.

Ultrabooks sind unbeliebt in Europa

Wie nun der Branchedienst DigiTimes berichtet, wird man die hohen Erwartungen, die von rund 30-40 Prozent Marktanteil ausgingen, nicht erfüllen können. So sollen, unter Berufung auf einige taiwanische Zulieferer, gerade einmal 20 Prozent erreicht werden. Schuld an dem schlechten Absatz sollen wir Europäer sein, weil wir uns nicht für die Ultrabooks begeistern können. So würden wir hauptsächlich Notebooks bevorzugen, die eine Displaygröße von 15 Zoll oder mehr aufweisen. Weltweit kommen allein die 15-Zöller dabei auf einen Marktanteil von 40-45 Prozent und 35-40 Prozent der Käufer entscheiden sich für ein 14 Zoll Gerät.

Der Grund für den mangelnden Erfolg dürfte nicht nur an der Displaygröße liegen, sondern auch am Preis. So brachte HP zwar mit dem Envy 14 Spectre ein Ultrabook mit 14 Zoll Display auf den Markt aber der Preis liegt bei rund 1.400 US-Dollar. Laut den Quellen müsste der Preis für die Geräte drastisch sinken, um sich auf dem hart umkämpften Markt zu etablieren. So schlägt man eine Reduzierung des Preises von 1.000 US-Dollar auf 699 US-Dollar vor, um die Verkäufe anzukurbeln.

Bis passende 14 bzw. 15 Zoll Ultrabooks auf dem Markt kommen, kann es aber noch eine Weile dauern. Wie DigiTimes weiter berichtet, plant Acer entsprechende Ultrabooks der Timeline Ultra-Serie für Nordamerika und Europa auf den Markt zu bringen. Aufgrund der Konkurrenz auf dem Markt werden es die Ultrabooks auch in Zukunft nicht leicht haben.

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