Von Touchscreens, hybriden Festplatten und ausverkauften Lüftern

Matthias Schleif

Schon wenige Wochen nach der Vorstellung der ersten Ultrabooks versprachen die Hersteller weitere Qualitäststeigerungen für die nächste Generation, wozu FullHD-Displays und schnellere SSDs gehören sollten. Aktuell zeichnet sich jedoch ein etwas anderes Bild ab.

Von Touchscreens, hybriden Festplatten und ausverkauften Lüftern

Die Kritik, der die Hersteller mit diesen Versprechungen entgegen wirken wollten, bezog sich auf den anfangs doch recht hohen Preis der neuen Notebookklasse. Um die neue Prozessoreserie Ivy Bridge zu promoten werde Intel mit den Preisen noch einmal heruntergehen, da das aber noch nicht genügt, scheinen viele Hersteller auf “Hybride Festplatten” setzen zu wollen. Bei diesen handelt es sich in der Regel um eine Art Platte auf Platte, wobei die meisten Daten auf dem großen Magnetspeicherbereich, Systemdateien und Auslagerungsdateien widerum im schnelleren SSD-Bereich abgelegt werden. An die Datenraten einer “richtigen” SSD kommt so ein Zwitter natürlich nicht ran. Dafür sollen solche Modelle dann aber auch nicht mehr als 700 Euro kosten, womit eine baldige Wachablösung im Notebookbereich von “dick und aus Kunststoff” zu “leicht, flach und im Metallgehäuse” wieder etwas wahrscheinlicher wird.

Ultra-Touchscreen-Books
Für den kleinen Kreis der Kunden, die sich für ein sogenanntes “Convertible” entscheiden möchten, würden in nächster Zeit auch entsprechende Ultrabooks (Ultravertibles?) mit dreh- und klappbarem Touchscreen angeboten werden. Ein erstes Modell, allerdings mit abnehmbaren Display, von Compal hatte auf der CES im Januar noch wenig für Aufregung sorgen können; vermutlich wird sich daran auch nichts ändern. Wie die taiwanische Digitimes aber auch noch zu wissen meint, würden die FullHD-Displays den neueren Modellen mit Ivy Bridge Prozessoren vorbehalten bleiben, aber manchmal verbreiten die auch nur Gerüchte, die sich im Nachhinein nicht bewahrheiten.

So ganz lahm kann die Nachfrage nach den schicken neuen Flach-Computern bei aller Kritik aber auch nicht sein, denn immerhin hat die neue Geräteklasse bereits für Lieferengpässe bei den ganz kleinen, sogenannten “Micro-Fans” (Mini-Lüfter) mit vier, fünf oder sieben Millimetern Durchmesser, gesorgt. Deren Preis sei in der Folge von 1,20 auf etwa 1,70 US-Dollar gestiegen, und ein Ende ist nicht abzusehen.

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