Fast schon traditionell bekommen Apple-Produkte schlechte Bewertungen, wenn es um die Reparierbarkeit geht. Das hat sich auch beim neuen iMac nicht geändert. Das Team von iFixit hat aber dennoch zwei sehr interessante Überraschungen gefunden.

iFixit hat wieder mal keine Zeit verschwendet und sich gleich den neuen iMac unter den Nagel gerissen. Den Experten für das Auseinandernehmen von Geräten stand ein brandneuer iMac in der Variante mit 21,5 Zoll und 4K-Retina-Display zur Verfügung, das auf einen Intel Core i5 mit 3,0-GHz-Taktung, 8 GB RAM, eine Radeon Pro 555 sowie eine Festplatte mit 1 TB verweisen kann. Die Variante mit 27-Zoll-Display wurde noch nicht getestet:

Reparierbarkeit: Nur 3 von 10 Punkten

In Sachen Reparierbarkeit wollen wir das Fazit gleich vorwegnehmen. Der neue iMac hat von iFixit nur drei von zehn möglichen Punkten bekommen. In der Begründung heißt es, dass Elemente wie der Arbeitsspeicher hinter der Logikplatine versteckt sind. Der iMac muss also fast komplett auseinandergenommenen werden, um an den RAM zu gelangen.
Ebenfalls negativ bewertet wurde der Umstand, dass das Retina-Display und das Glas miteinander verschmolzen sind. Nichts wirklich Neues, dennoch eine Verbesserung von einem auf drei (von zehn) Punkten von iFixit für die Reparierbarkeit. Grund:

Überraschung bei CPU und RAM

Prinzipiell lassen sich CPU und RAM tatsächlich wieder austauschen – wenn auch nicht gerade einfach. Zum Austausch muss das Display komplett entfernt werden, was nur mit dem richtigen Werkzeug und entsprechendem Fachwissen möglich ist. Einfach aufschrauben, austauschen und wieder zuschrauben geht dabei nicht.

Aber immerhin: Der Arbeitsspeicher lässt sich zum ersten Mal seit dem Modell von 2013 wechseln. Möglich wäre der Einsatz von 16 GB statt der verbauten 8 GB RAM – das Ergebnis würde dann irgendwo zwischen iMac und iMac Pro liegen. Im neuen iMac kommen zwei herkömmliche SO-DIMM-Slots zum Einsatz.

Auch bei der CPU gibt es eine Überraschung. Es handelt sich um eine modulare CPU (Intel SR32W Core i5-7400 Kaby Lake), die nicht fest mit der Logikplatine verschweißt ist. Stattdessen sitzt sie auf einem LGA-1151-Standardsockel. Der Prozessor könnte also theoretisch auch gewechselt werden – zum ersten Mal seit dem Modell von 2012.

Kein SSD-Connector im iMac

Zum Schluss noch ein paar kleine Details: Im neuen iMac kommt nur noch ein Mikrofon zum Einsatz. Dieses befindet sich hinter dem Display am unteren Rand. Darüber hinaus kann die CMOS-Batterie gewechselt werden. Auf einen SSD-Connector hat Apple ganz verzichtet.

Quelle: iFixit, MacRumors

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