Überhitzter Mac: So bleibt das MacBook kühl

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Macs können im Sommer ganz schön heiß werden. Wer gerne im Freien arbeitet, kennt das Problem: Der Lüfter läuft auf Hochtouren, die Unterseite des Geräts wird unerträglich heiß. Langfristig kann das dem Mac sogar schaden. Wir zeigen, was man dagegen tun kann.

Überhitzter Mac: So bleibt das MacBook kühl

Wenn der Mac zu heiß wird: Langzeitfolgen

Neben den offensichtlich lästigen Auswirkungen wie einem lauten Lüfter und einem heißen Gehäuse schaden hohe Temperaturen auch den internen Bauteilen des Macs. Langfristig kann sich beispielsweise die Akkulaufzeit verringern, weiß Macworld. Festplatten und DVD-Laufwerke sind bei hohen Temperaturen besonders anfällig.

In Inneren des Macs befinden sich an verschiedenen Stellen Temperatur-Sensoren. Sie teilen dem System bei Bedarf mit, kürzer zu treten. Bis zu einem gewissen Grad hilft die erhöhte Lüfter-Drezahl, um das Hitze-Problem einzudämmen. Gänzlich überhitzt aber schaltet sich der Mac dann komplett ab. Tückisch insbesondere bei älteren Mac-Notebooks: Sie arbeiten oft verräterisch leise, die Lüfter kommen erst spät auf Hochtouren. Macwelt vermutet, dass Apple bei neueren Modellen nachgebessert hat. So sollen sich die Lüfter bei Core i5- und i7-Macs bei entsprechender System-Auslastung stärker bemerkbar machen und dem Hitzeproblem effektiver entgegenwirken.

Wer die Temperatur mithilfe von Software überwacht, ist einen Schritt weiter: Zwar wird der Mac dadurch nicht direkt kühler, immerhin lassen sich aber die Ursachen ungewöhnlicher Hitze-Entwicklung nachvollziehen. Das einfache Surfen im Internet kann den Mac unter Umständen schon mehr belasten als man denkt. Ein geeignetes Tool ist der Temperaturmonitor.

Die Freeware zeigt dem Anwender die Daten mehrerer Sensoren und stellt auf Wunsch auch den Verlauf der Temperatur dar. So kann man nachvollziehen, welche Aktion für einen Anstieg verantwortlich ist. Temperaturmonitor funktioniert auf Macs, die zwischen August 2002 und Oktober 2012 erschienen sind.

So kann man im Sommer cool bleiben und das Macbook kühlen

Ad-Blocker: Win-Win für den Nutzer

Wer seinen Mac meistens zum Surfen im Internet verwendet, sollte einen Werbe-Blocker installieren. Der verhindert, dass Flash-Anzeigen auf Webseiten angezeigt werden. Solche Anzeigen sind oft sinnlose Energie-Verbraucher, die die Gerätetemperatur in Eigenregie nach oben treiben. AdBlock für Safari blockiert Werbung auf Webseiten äußerst zuverlässig, lässt den Anwender nicht nur in Ruhe surfen, sondern beschert ihm zudem einen nicht ganz so heißen Mac.

In OS X Mavericks liefert Apple eine Art Ad-Blocker gleich selbst mit. Eine neue Funktion in Safari 7 nämlich deaktiviert animierte Anzeigen auf Webseiten. Dieser Power Saver soll Energie sparen und dürfte das Gerät nebenbei auch etwas kühler halten. Genaueres werden aber erst Praxistests zeigen.

Zubehör: Nützlich, aber oft nicht nötig

Diverse Notebookständer am Markt sollen helfen, das Gerät kühl zu halten. Darunter ist beispielsweise auch die aus dem Hause Just Mobile. Sie hebt das Notebook ein wenig an und verschafft dem Gerät so mehr Luft zum Atmen. Teilweise helfen dabei zusätzliche Ventilatoren, manchmal soll auch das bloße Material zusätzlich Wärme abführen. Zwingend notwendig sind solche zusätzlichen Hilfsmittel nicht immer. Oft reicht es auch Apples Hinweise zu befolgen. Der Hersteller erklärt auf seinen Support-Webseiten, dass die Unterseite von tragbaren Macs Wärme abführen soll. Daher seien die Notebooks durch kleine Gummi-Noppen leicht angehoben. Apple rät daher, das Notebook auf glatten Oberflächen zu verwenden und nicht über einen längeren Zeitraum mit dem Körper in Kontakt zu bringen. Flokatiteppiche und Decken sind bei warmen Temperaturen (und auch sonst) keine geeignete Arbeitsumgebung.

Zudem sollte man die Tastatur nicht abdecken, auch sie dient zur Kühlung des Notebook-Inneren. iMacs, die ihren Lüftungsschlitz auf der Rückseite besitzen, sollten nicht zu nahe an der Wand stehen, um genügend Luft “zum Atmen” zu haben. Unterstützend kann der Anwender auch auf einen Ventilator zurückgreifen. Frische, kühle Luft ist nie von Nachteil. Ansonsten gilt: Wer HD-Material verarbeitet oder andere intensive Arbeiten ausführt, sollte dem Gerät öfter mal eine Pause gönnen.

Firmware aktualisieren: Einfach, aber effektiv


Abhilfe in Sachen Wärme schafft oft auch ein Firmware-Update. Abgesehen von wenigen Ausnahmen gilt für die meisten Software-Probleme ohnehin: Ein Software-Update schadet nicht und ist in vielen Fällen schon die Lösung des Problems. Ob neue Software verfügbar ist, lässt sich mithilfe des Menü-Befehls Softwareaktualisierung… im Apfel-Menü herausfinden.

Artikelbild: Sun von  gr33n3gg auf flickr.com

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