Thunderbolt I: Apple liefert 27 Zoll Thunderbolt-Display aus

Ralf Bindel
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Eine geniale Verbindung: Das Apple Thunderbolt-Display und die mobilen MacBooks. Die Monitore übernehmen mit dem Universal-Anschluss die Funktion eines Dock. Nach der Ankündigung vor knapp zwei Monaten hat Apple jetzt mit der Auslieferung begonnen.

Das Apple 27-Zoll-Thunderbolt-Display ist das einzige derzeit wirklich verfügbare Thunderbolt-Gerät für den alltäglichen Gebrauch. Nur wirklich verfügbar war es seit seiner Ankündigung im Juli eben nicht. Jetzt hat Apple in den USA und Europa mit der Auslieferung begonnen. Die ersten Geräte sollen schon in den nächsten Tagen bei den Händlern eintreffen.

Im Apple Online Store* gibt der Hersteller für den knapp 1000 Euro-schweren Flachbildschirm noch eine Wartezeit von zwei bis drei Wochen an. Bei der Vorstellung Mitte Juli sollte es bis zur Auslieferung noch sechs bis acht Wochen dauern. Aus den USA kamen gestern Berichte, dass dort Apple mit der Auslieferung der Displays an die Apple Stores begonnen habe.

Display als Dock

Das Thunderbolt-Display* könnte sich trotz seiner spiegelnden Oberfläche und seines relativ hohen Preises als Renner erweisen. Das LED-Display löst 2560 x 1440 Pixel im Verhältnis 16:9 auf, besitzt eine integrierte FaceTime HD Kamera und hochwertige Lautsprecher mit 49 Watt Leistung. Aber besonders wird es durch die Anschlussvielfalt. Nur ein Kabel verbindet es mit dem Mac: Das Thunderbolt-Kabel.

Dadurch wird das Display zu dem Dock-Ersatz für mobile Rechner, von dem viele Apple-Mobilisten träumen. Wer sein MacBook Pro oder Air als zentralen Rechner nutzt, häufig unterwegs ist, aber am Schreibtisch große Bildschirmfläche haben will, steckt dafür nur das integrierte Thunderbolt-Kabel des Displays in den Mac.

Nicht einmal das Netzteil muss man dafür noch aus der Tasche holen: Das Thunderbolt-Display besitzt ein integriertes MagSafe-Kabel, das auch große MacBook Pro 17 Zoll mit 85 Watt versorgen kann.

Das Display agiert dann als Dock, da sämtliche Peripherie wie Tastatur, Trackpad, Festplatten, Netzwerk, Drucker, Scanner einfach permanent an den Monitor angeschlossen bleiben kann. Dazu besitzt es drei aktive USB 2.0-, einen FireWire 800-, einen Gigabit Ethernet-, einen weiteren Thunderbolt- und einen Kensington-Diebstahlsicherungs-Anschluss.

Neue sind (noch) notwendig

Notwendig für den Betrieb ist ein neuerer Mac mit Thunderbolt, also aus der 2011er-Staffel. Mindestens OS X 10.6.8 muss installiert sein.

Obwohl die Thunderbolt-Stecker mit den Mini-DisplayPort-Steckern identisch sind und Thunderbolt auch DisplayPort-Daten überträgt, ist nicht klar, ob die neuen Thunderbolt-Displays auch an älteren Macs mit Mini-DisplayPort funktionieren. Laut Apple-Spezifikation* für das Display soll das nicht so sein, theoretisch könnte es aber klappen.

Ob das Display auch mit älteren MacBook Pro ohne Thunderbolt-Anschluss aber mit ExpressCard/34-Schacht und entsprechender Thunderbolt-Adapterkarte genutzt werden kann, ist nicht bekannt. Denn leider existiert ein solcher Adapter noch nicht. Sonnet hat neulich erst den ersten Adapter in umgekehrter Richtung vorgestellt: Von Thunderbolt auf ExpressCard.

Im Apple Online-Store kostet das Thunderbolt-Display* derzeit 999 Euro.

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