The Voice of Germany – Zeichen & Wunder: eine tolle Castingshow!

Und dann doch: eine Casting-Show, die nicht völlig abkackt. Die nicht ständig auf die Tränendrüse drückt. Die großartige Sänger gute Songs singen lässt. Und dann auch noch eine bestens aufgelegte Jury am Start hat.

The Voice of Germany – Zeichen & Wunder: eine tolle Castingshow!

“The Voice of Germany” startete Donnerstag auf Pro7 und lieferte aus dem Stand großartige Unterhaltung, die man so ganz sicher nicht erwarten durfte. Selbst “Das Supertalent” hatte mit einer flugs eingeschobenen “Sondersendung” das Nachsehen: 3,06 Millionen der 14- bis 49-jährigen schalteten die “Blind Auditions” ein, aber nur 2,99 Millionen den Diedddäääh, Busenfreundin Motsi und diese blonde Fußballerfrau.

Eine Castingsendung ohne Krawall, schwerkranke Omas, totgehörte Ballermannhits und beleidigende Sprüche? Unglaublich…aber wahr – zumindest unterm großen Strich. Denn natürlich gibt es auch bei “The Voice of Germany” kleine Einspieler vor den Auftritten, Daumendrückende Freunde und einen ständig grinsenden Moderator (Stefan Gödde), der jeden abknutscht, der nicht bei Drei aus der Drehtür ist.

Innerhalb dieses wohl unvermeidlichen Rahmens aber läuft alles in die richtige Richtung: Die Kandidaten sind durch die Bank gut bis grandios (wo bitte waren die bisher??), die Songs sind aktuelle Hits der unpeinlichen Sorte (sprich: Adele & Co.) und die Jury, bestehend aus Nena, Xavier Naidoo, Boss Hoss und Rea Garvey, hat sichtlich Spaß an der Aufgabe.


Was diese Jury von sich gibt, ist zugleich unterhaltsam und sympathisch. Keiner der Kandidaten wird fertig gemacht, keiner muss alberne Zeichentrick-Hüte aufsetzen und keiner wird wegen seinem Aussehen vorverurteilt. Sei es nun die Wuchtbrumme mit dem Adele-Song, Soulkönig Percival oder Obertucke Rino – alle zündeten nur über ihre Stimme. Und die Jury drückte dann fleissig auf die Buttons, die ihre Stühle um 180 Grad drehen lassen.

Mal sehen und hören, wie es mit “The Voice of Germany” weitergeht. Auch “X-Factor” und die Raab-Castings setzen ja vorwiegend auf die Stimme, doch gegen die Trash-Schmiede “DSDS” haben sie leider keine Chance. Mit “The Voice of Germany” nun ist ein Casting-Format im Rennen, das bereits jetzt als satter Erfolg gelten darf. Hoffentlich geht es auf dem Niveau der ersten Ausgabe weiter – zu überprüfen ab heute Abend auf Sat.1!

Die erste Folge verpasst? Auf prosieben.de kann man sie noch in voller Länge ansehen!

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