Azealia Banks: Die Musikredaktion kürt den "Hype des Monats"

Hank
Azealia Banks: Die Musikredaktion kürt den "Hype des Monats"

Fast täglich spült das WWW neue Künstler an die Oberfläche – mal verdientermaßen, dann wieder einfach nur, weil die Kollegen von Musikblogs wie Pitchfork oder Stereogum sonst gerade nichts Besseres zur Hand haben. Viele dieser Künstler verschwinden entsprechend nach ein paar Streams und Gratis-Downloads wieder von der Bildfläche. Wir nehmen ab jetzt Monat für Monat den aktuellen gehyptesten Künstler genauer unter die Lupe und sagen Euch, was sie wirklich taugen.

Den Beginn unserer “Hype des Monats”-Serie macht die Rapperin Azealia Banks, die sich diese Auszeichnung tatsächlich wohl verdient hat: Förmlich überschlagen hat sich die Internet-Musikpresse in diesen Januar mit Meldungen über die Rapperin aus Harlem, die bereits Ende des vergangenen Jahres mit diversen YouTube-Veröffentlichungen für Furore gesorgt hat. Ganz vorne dabei in den großen Musikblogs war sie im September 2011 vor allem mit ihrer (als kostenlosem Download releasten) Debütsingle “212″. Hier das Video zu dem schrägen Hit, das es bei YouTube inzwischen schon auf mehr als 2 Millionen Klicks gebracht hat:

Erst der 2012 brachte Azealia Banks jedoch den wirklichen Durchbruch, wenn auch zuerst nur als Co-Künstlerin auf der neuen Scissor-Sisters-Single “Shady Love”, das Video erschien kurz nach Silvester. Gleich darauf folgte die Nachricht, dass die Rapperin auf dem angesagten Newcomer-Festival Coachella spielen wird, was einige Tage später überboten wurde von der Meldung, dass das Majorlabel Universal auf sie aufmerksam geworden ist und einen Vertrag mit ihre abgeschlossen hat. Erst vor einigen Tagen hatte Azealia außerdem die Ehre, den Soundtrack zur Männer-Fashion-Week-Show des Modehauses Thierry Mugler beizusteuern, dessen Kollektionen von niemand anderem als dem Lady-Gaga-Freund und -Designer Nicola Formichetti entworfen werden. Hypiger geht es eigentlich gar nicht.

Und als wollte sie all dem noch die Krone aufsetzen, hat Azealia gerade einen neuen Song mit dem Titel “NEEDSUMLOVE” veröffentlicht, der es ziemlich in sich hat. Der Track, produziert bei dem ebenfalls derzeit ziemlich gehypten Produzenten Machinedrum, basiert auf einem Sample aus dem Song “One In A Million”, mit dem die R’nB-Sängerin Aaliyah 1996 einen Hit gelandet hat. Er ist weniger schnell und heftig als Machinedrums anderen Produktionen für die Rapperin und flirtet etwas mehr mit dem Mainstream als die Vorgängertracks. Hier könnt Ihr “NEEDSUMLOVE” streamen:

FAZIT:  Fashion-Shows, Major-Deal, explodierenden Klickzahlen: Alles deutet derzeit darauf hin, dass Azealia Banks 2012  ziemlich durchstarten wird. Trotz des Majordeals wird sie mit ihren schrägen Beats und eigenwilligen Raps aber vermutlich auch immer eine Nischenkünstlerin bleiben. Das würden wir aber durchaus postitiv finden, denn alles andere würde heißen, dass sie ihren eigenen Anspruch, innovative Sounds zu machen, über Bord werfen müsste. Und das wäreverdammt schade.

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