Bondage Fairies – Album-Kritik: It’s Gameboy Punk!
„I wanna sing like those garbage indiebands“, riefen uns die Bondage Fairies 2008 zu. Das Duo aus Stockholm hat seit seinen Anfängen vor zehn Jahren die Welt live beackert, zwei Alben und zwei Singles herausgebracht. Die beiden Gründungsmitglieder Elvis Creep und Deus Deceptor hatten sich auch zum Markenzeichen gemacht, mit Masken aufzutreten, die an japanische Sci-Fi-Filme erinnern – „es gibt schon genug verschwitzte Bands“, begründete das Elvis damals. Auch den Bandnamen bezogen die Schweden aus Japan: von der gleichnamigen Erotik-Graphic-Novel. Nun also das verflixte dritte Album, das ganz selbstbewusst einfach so heißt wie sie.
Die Mission, hochenergetische Partymusik mit Humor und Stil zu machen, verschlug die Bondage Fairies nun treffenderweise ins Herz des Shouto-Elektro: zum Hamburger Audiolith-Label. Dabei sorgt die neue Quartett-Struktur mit echtem Schlagzeug nochmal für deutlichen Wumms à la MGMT, mit Dreampop-Ausflügen, Shoegazing-Elementen und jeder Menge Blips und Bleeks.

Das Album gibt’s seit dem 20.1. im Handel. Noch vor zwei Wochen haben die Schweden eine Art weltweite Schnitzeljagd zum Album-Release veranstaltet. Die Songteile, die auf USB-Sticks in verschiedenen Ländern versteckt waren, ergaben den Album-Song “Morphine” (mit einem Broder-Daniel-mäßigen Chorteil), den es nun gratis gibt: zum Download einfach auf den Pfeil nach unten ganz rechts klicken. Die Bondage Fairies sind auch im Februar mehrere Wochen auf Deutschland-Tour, hier die genauen Termine.