HRW: HipHop als Folterinstrument – Menschenrechtsorganisation: HipHop als Folterinstrument

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Leserbeitrag

(Daniel D.) Die Menschrechtsgruppe Human Rights Watch (HRW) behauptet, die Vereinigten Staaten hätten in der Nähe der afghanischen Hauptstadt Kabul bis zum letzten Jahr ein geheimes Gefängnis betrieben. Dort soll auch gefoltert worden sein – unter anderem mit Musik von Eminem und Dr. Dre.

HRW: HipHop als Folterinstrument – Menschenrechtsorganisation: HipHop als Folterinstrument

Die HRW in New York hat einen Bericht veröffentlicht, in dem verschiedene Terrorverdächtige zitiert wurden, die über die Anlage sprachen. Die dort zwischen 2002 und 2004 eingesperrten Häftlinge, die inzwischen nach Guantanamo Bay verlegt wurden, erzählten ihren Rechtsanwälten, man habe dort in absoluter Dunkelheit sein Dasein gefristet. Deswegen sei das Gefängnis auch als “Dark Prison” bekannt geworden.

Ihren Aussagen zufolge wurden die Männer an Wände oder an die Decke gekettet, durften nur wenige Stunden schlafen und mussten sich ständig von CIA-Beamten befragen lassen. Ein in Äthiopien geborener Gefangener berichtete von lauter Musik. Man sei gezwungen worden, 20 Tage am Stück Raps von Eminem und Dr. Dre zu hören. Danach seien sie durch “schreckliches Geistgelächter und Halloween-Sounds” ersetzt worden. Dem Report zufolge soll auch wochenlang Heavy Metal über die installierten Boxen zu hören gewesen sein. Das “Dark Prison” soll einige in den Wahnsinn getrieben haben.

Obwohl die HRW nicht direkt mit den Inhaftierten reden konnte, sondern die Protokolle ihrer Anwälte zitiert, sind sie sich sicher, dass die unabhängig voneinander aufgezeichneten Aussagen glaubwürdig sind. Die Organisation fordert deshalb eine öffentliche Untersuchung. Das CIA kommentierte den Report, den Ihr bei den RELATED LINKS findet, nicht.

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