Neues Gorillaz-Album: Mit diesen iPad-Apps wurde es aufgenommen

Marie van Renswoude-Giersch
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Wie berichtet sollen die Gorillaz ihr neues Album lediglich mit dem iPad aufgenommen haben. Endlich hat die Band verraten, welche iPad-Apps für die Aufnahme verwendet wurden – 20 an der Zahl. “The Fall” erschien an Weihnachten und Fanclub-Mitglieder können es gratis downloaden. Anhören kann man die Songs aber auch ohne Anmeldung.

Das Besondere am neuen Album der Gorillaz ist, dass es während ihrer letzten Tour und komplett mit dem iPad aufgenommen wurde. Wer sich die Songs kostenlos anhören möchte, kann sich auf der Gorillaz-Website mit Namen und E-Mail-Adresse in eine Verteiler-Liste eintragen. Dann stehen sämtliche 15 Songs und Artwork des Albums bereit. Das Rolling Stone Magazin schreibt über das Album, es sei ein “lärmender Brocken, der im Gegensatz zum iPad nicht auf glatte Flächen setzt.” Zudem behauptet das Magazin, dass hier einzelnen “recht überzeugenden Songs”, wie dem Song “Revolving Doors” auch “zahlreiche Nummern entgegen stehen, die im besten Falle experimentell zu nennen sind…”.

Zu jedem Song gibt es zusätzliche Informationen, wo und wann er während der Tour produziert wurde. Zusätzlich verrät die Band an dieser Stelle, welche iPad-Apps für die Aufnahme verwendet wurden:

Speak It!, SoundyThingie, Mugician, Solo Synth, Synth, Funk Box, Gliss, AmpliTube, Xenon, iElectribe, BS-16i, M3000 HD, Cleartune, iOrgel HD, Olsynth, StudioMiniXI, BassLine, Harmonizer, Dub Siren Pro, Moog Filatron.

Eine Auswahl der Apps hier nochmal ausführlicher:

Speak it!* (1,59 Euro, universal) ist eine “Text-to-Speech-Lösung” für iPhone, iPod und iPad. Die Anwendung liest geschriebene Texte in vier verschiedenen Frauen- und Männer-Stimmen (britisch und amerikanisch) vor. Per In-App-Kauf können weitere Stimmen und Sprach-Pakete gekauft werden. Die vorgelesenen Texte können anschließend auch als Audio-Dateien gespeichert werden. Tatsächlich findet man auf dem Album immer mal wieder “Computer-Stimmen”, die vielleicht mit dieser App produziert wurden.

Mit der Anwendung SoundyThingie* (2,39 Euro, iPad) kann man Musik “malen”. Dafür werden die gezeichneten Linien in Musik umgewandelt und können weiter bearbeitet werden. Was sehr schwer zu beschreiben ist, kann man sich besser in einem Video veranschaulicht sehen. Den speziellen Sound glaubt man an verschiedenen Stellen des Albums wiederzuerkennen.

Synth* (79 Cent, iPad) ist ein polyphoner Synthesizer für das iPad. Die Anwendung beinhaltet mehr als 40 Instrumente, verschiedene Effekte und Filter und einen Sampler, dank dem sich auch eigene mit dem Mikro aufgenommene Sounds abspielen lassen.

FunkBox Drum Machine* (2,39 Euro, universal) ist ein Vintage-Beat-Synthesizer mit dem sich Beats erzeugen, mixen, im Tempo anpassen und natürlich auch aufnehmen lassen. Die Anwendung soll dabei wie eine Beatbox aus den 70er und 80er Jahren klingen.

AmpliTube* (15,99 Euro, iPhone/iPod touch, iPad) ist ein Multi-FX-Prozessor für Gitarre, Bass und weitere Instrumente und bringt ein ganzes Aufnahmestudio aufs iOS-Gerät. Mit Hilfe eines zusätzlichen Adapters und der App können Gitarre und Bass direkt ans iPad angeschlossen, aufgenommen und umfangreich bearbeitet werden. Auch zum Üben soll die Anwendung geeignet sein.

ClearTune* (2,99 Euro, iPhone; kompatibel zu iPod touch und iPad) ist sowohl Stimmgerät als auch Stimmpfeife. Über das eingebaute Mikro des iPhones beziehungsweise ein externes Mikro bei älteren iPod touch-Modellen und iPad lässt sich so gut wie jedes Instrument mit der Anwendung stimmen.

iOrgel HD* (2,39 Euro, iPad) wurde im amerikanischen App Store zur Nummer 1 unter den Musik Apps gewählt. Die Anwendung bringt eine Spieluhr aufs iPad, wie man sie noch von früher kennt. Dreht man einen Schlüssel auf, spielt iOrgel das gewünschte Lied. Zudem können auch eigene Stücke im Spieluhr-Sound abgespielt werden. iOrgel gibt es auch als Lite- und Pro-Version für iPhone und iPod touch.

Weitere Themen: Apps, iPad

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