Fracture - Die Erde bebt

Leserbeitrag
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(Dennis) Im 22. Jahrhundert hat nicht nur Holland ein Problem. Auch die USA wird vom steigenden Wasserspiegel überrascht und in der Mitte geteilt. Das bringt Probleme mit sich, die wir im neuesten "Lucas Arts" Shooter "Fracture" zu lösen versuchen. Hätten wir doch nur auf Al Gore gehört!

Fracture - Die Erde bebt

Die Story wurde schon vor Release des Spiels in mehreren interessanten Trailern erzählt. Dabei handelt es sich um ein wirklich interessantes Szenario, in dem die Welt nur noch aus zwei politischen sowie militärischen Mächten besteht: Die Republik Pazifika und die Atlantische Allianz.

Anstelle sich gegenseitig zu helfen, herrscht natürlich erbitterter Krieg, denn Meinungsverschiedenheiten sind schnell hergestellt. Im Grunde geht es aber um die Verwendung von Biotechnologie, die von einer Seite benutzt und von der Anderen verabscheut wird.

Wir spielen “Jet Brody” und befinden uns mitten in diesem Konflikt und kämpfen auf Seiten der “Atlantic Alliance” gegen die “Pacificans”. Unser Ziel ist “General Nathan Sheridan” welcher auf der anderen Seite kämpft und den Bösewicht mimt.

Wie für einen Shooter üblich, bekommen wir verschiedene Waffen zur Auswahl und nehmen die Gegner aufs Korn. Dabei haben wir außerdem die Möglichkeit, mit einer tektonischen Waffe zu experimentieren. Diese tragen wir immer bei uns und können mit ihr das Terrain nach belieben anheben oder absenken.

Leider verpasst “Fracture” es, diese Waffe passend ins Spiel einzubinden. So sind die entsprechenden Rätsel viel zu einfach und beschränken sich darauf, einen Hügel zu formen, um über eine Mauer zu kommen oder einen Graben zu schaffen, um drunter durch zu kriechen. Wann welche Taktik passen ist, entscheidet leider das Spiel und das lineare Leveldesign.

Die einzige Spielsituation, in der man von der tektonischen Waffe eigenständig Gebrauch macht, ist, wenn ihr einen Hügel zur Deckung benötigt. Die Schwierigkeit des Spiels ist überdurchschnittlich hoch, was nicht an der Intelligenz der Gegner, sondern an ihrer puren Masse liegt. So seht ihr Euch permanent einer Überzahl sehr eintöniger Gegner gegenüber. Frust vorprogrammiert.

Die Grafik zaubert ein paar schöne Explosionen auf den Bildschirm und ist ansonsten wirklich brauchbar. Leider sieht es mit dem Sound anders aus: An vielen stellen könnt Ihr die Anweisungen Eures vorgesetzten nicht verstehen, da hier schlecht abgemischt wurde und man sich beim zuhören gehörig anstrengen muss.

Warum die Menschen die Fähigkeit des Terraformings nicht benutzt, um die von der globalen Erderwärmung gebeutelten Welt wieder zu reparieren, wird nicht verraten. Ihr habt sowieso genügend mit den hektischen Spielsituationen zu tun, bei denen von allen Seiten auf Euch geschossen wird und die immer gleichen Gegner viel zu viel einstecken, bis sie zu Boden gehen.

Schade, denn Terraforming ist ein Prinzip, welches viele Möglichkeiten bieten kann. “Fracture” tut dies leider nicht und spielt sich wie ein ziemlich durchschnittlicher Shooter. Es wird sehr schwer für dieses Spiel, im Vorweihnachtsgeschäft zu bestehen.

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