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How to rule the World – Evil Genius

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(Dennis) Eines Tages werde ich Herrscher der Welt! Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. In der Zwischenzeit wird mit "Evil Genius" fleißig geübt. Das Schwester Spiel von Dungeon Keeper raubt mir seit einer Woche den Schlaf. Ihr wollt wissen, warum ich Augenringe habe? Schaltet ein!

How to rule the World – Evil Genius

“Was machen wir heute Abend Brain ?”, “Dasselbe wie jeden Abend Pinky, wir versuchen die Weltherrschaft an uns zu reißen !”.
-Pinky & Brain-

Ja ja, die beiden Laborratten haben große Pläne und Ihr könnt ihnen nacheifern. Schon 2004 erschien nämlich ein Spiel, das leider etwas unterging und sich nur schwer verkaufte. Das Entwicklerstudio ist mittlerweile aufgelöst, doch trotzdem hat “Elixir” hier ein heimliches Meisterwerk kreiert.
Ihr spielt einen ultrafiesen Fiesling, der mit einer Weltvernichtungswaffe die Menschheit bedrohen will. Um solch eine Waffe zu bauen, braucht Ihr allerdings Geld und das verschafft Ihr Euch durch kleinere und größere Verbrechen weltweit. Eine unterirdische, geheime Basis dient Euch dabei als Schaltzentrale. Hier bildet Ihr Schergen aus und sendet sie in alle Welt, um Böses zu tun und Euch einen Namen zu machen.

Ein guter Einstieg in eine Wirtschaftssimulation, die vom Gameplay stark an “Dungeon Keeper” erinnert. Dies ist kein Zufall, denn das Wunderkind Demis Hassabis werkelte mit seinem Studio “Elixir” an dem Spiel. Zuvor war Demis noch mit Peter Molyneux an der Entwicklung von “Dungeon Keeper” beteiligt.

Als aller Erstes sucht Ihr Euch einen Bösewicht aus, dabei hat Ihr die Möglichkeit zwischen dreien zu wählen. Da ist zum einen Alexis, eine Verbrecherbraut, die es faustdick hinter den Ohren hat. Maximilian ist der zweite im Bunde und erinnert stark an “Doktor Evil”. Durchtrieben, genial und zu allen Schandtaten bereit. Obwohl er ein kleines untersetztes Männchen ist scheint sein boshafter Schatten über ihn hinauszuwachsen. Zu guter Letzt haben wir da noch Shen Yu, einen asiatischen Charakter, dessen bloßer Anblick schon klar macht, dass er früher derjenige war, der den Kindern in der Schule das Milchgeld geklaut hat.

Mit einem dieser Charaktere geht es dann daran Eure Geheime Basis aufzubauen. Dazu lasst Ihr den Mauszeiger über den Berg wandern. Daraufhin erscheint ein Symbol, das Euch signalisiert, dass hier gebaut werden kann. Mit der rechten Maustaste wählt Ihr jetzt das Baumenü und könnt Euch entscheiden, welcher Art die Struktur sein soll, die Ihr bauen wollt.
So schreitet Ihr fort, bis Ihr vom Chefbüro bis zum Lagerraum alles habt, was Ihr braucht um ein Syndikat zu leiten.
Beim Bau der Basis habt Ihr die Möglichkeit Fallen zu integrieren, die im weiteren Verlauf des Spiels wichtig werden. Ihr werdet häufiger Probleme mit feindlichen Agenten bekommen und um diese aus Eurer Basis fernzuhalten braucht es eben diese Fallen, wie z.B..die Windmaschine, die den Gegner einfach weg “pustet”.

Da es verschiedene Gegnertypen gibt ist die Verschiedenartigkeit der Fallen ein wichtiger Faktor, der zu beachten ist. Tut Ihr das nicht, kann es durchaus sein, dass es der eine oder andere Gegner bis zu Euren wichtigen Einrichtungen, wie der Waffenkammer vordringt und diese in die Luft sprengt. Das wird spätestens dann zum Ärgernis, wenn Ihr Waffen braucht und diese sich längst in Rauch und Wohlgefallen aufgelöst haben.

Um die Gegner zu eliminieren oder zu betäuben, kann man mit der rechten Maustaste auf den entsprechenden Charakter klicken. Daraufhin erscheint über seinem Kopf ein Menü, das durch Symbole die verschiedenen Auswahlmöglichkeiten anbietet. Hat man sich entschieden, stürzen sich sofort einige Eurer Handlanger auf Ihn, um dem Befehl nachzukommen.

Zum Ergattern von Informationen bietet “Evil Genius” eine Funktion, in der man feindliche Agenten in Arrest stecken kann und sie dann bei Bedarf durch die Mangel dreht. Das klingt brutal ist aber sehr witzig umgesetzt. Mit wirklich guten Imitationen von Michael Jackson werden die “Delinquenten” zum Reden gebracht. Nur um sich nicht noch mehr dieser Vorführungen antun zu müssen, zwitschern sie bald wie die Vögel von den Dächern.

Eine weitere, wichtige Funktion im Spiel ist der “World Domination” Mode, hier kommt der wirtschaftliche Aspekt des Spiels zum Tragen. Auf einer Weltkarte könnt Ihr Eure Handlanger auf die verschiedenen Kontinente schicken, um dort für Euch Geld zu beschaffen. Machen sie das zu lange steigt die “Heat”-Anzeige und die Handlanger verschwinden nach und nach. Dabei ist zu beachten, dass durch verschiedene Fähigkeiten verschiedene Handlanger auch unterschiedlich gut in der Beschaffung der monetären Ressourcen sind.

Wie es sich für ein ordentliches Gangster-Syndikat gehört müsst Ihr natürlich auch durch Komplotte und gemeine Aktionen darauf aufmerksam machen, dass es Euch gibt, so steigen die Einnahmen und Ihr könnt getrost vor Euch hinbauen, um Eurem Ziel, der Weltherrschaft, ein wenig näher zu kommen.
Auch, wenn das Hauptquartier unterirdisch angelegt ist, sieht es gar nicht so schlecht aus. Ein paar witzige Details unterstreichen den Charme der Sechziger. Auch wenn die Grafik nicht überragend ist, ist sie zweckmäßig und passt zum gesamten Flair des Spiels. Der Sound macht Spaß. Mit der für dieses Spiel gewählten Musik, lässt sich hier sehr stilgerecht die Welt unterjochen.

“Evil Genius” bietet in der Tat viel Spaß und ist als die etwas “andere” Wirtschaftsimulation nur zu empfehlen. Das Aufbauen eines “Unterwelt”-Imperiums zeigt, dass auch ein eigentlich nicht so positives Thema durchaus positiv umgesetzt werden kann und mit viel Selbstironie im Bezug auf die Charaktere und deren Funktion, denkt man sehr schnell an Filme wie “Austin Powers” oder “James Bond”. Für Fans von Wirtschaftsimulationen ist dieses Spiel ein Muss, für alle anderen ebenfalls, weil der Spaßfaktor und das gute Tutorial auch den unbedarften Spieler ins Spiel einführen, aus dem es so schnell kein Entrinnen mehr gibt.

Zumindest sollte man es mal angezockt haben, um sich ein Bild machen zu können. Damit Ihr die Möglichkeit dazu habt, hängt dem Artikel die Demo an, die 194 MB umfasst und das Tutorial und die erste Mission zum Testen bietet. Außerdem solltet Ihr bei “Evilplanet.com” vorbeischauen, denn mit der kostenlosen Bonus CD kommen noch ein paar weitere Extras und neue Schergen dazu. Des Weiteren solltet Ihr unbedingt auf Version 1.01 patchen, da ansonsten einige Bugs den Spielspaß trüben.

Mit diesem Game hat Vivendi einen Treffer gelandet, der alleine wegen des enormen Unterhaltungsfaktors ein “sehr gut” verdient.

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