Chartswatch Frankreich

Hank
Chartswatch Frankreich

Ob klassische Chansons oder markige Elektrosounds – Musik gehört ebenso zu Frankreichs Exportschlagern wie Wein und Käse. Doch was hören unsere Nachbarn eigentlich sonst so? Wir haben einen Blick auf die französischen Singlecharts geworfen und uns nach den spannendsten Entwicklungen umgesehen. Präsentieren werden wie Euch die aktuellen Top 10, sowie den Auf- und Absteiger der Woche, den Geheimtipp mit Potenzial über Frankreich hinaus, sowie ein typisches Stück französischer Musikkultur. Damit dehnen wir unseren “Chartswatch” nun zum ersten Mal auch auf andere Länder aus – die USA und Großbritannien folgen. Legen wir also los!

Frankreichs aktuelle Top 10

In einer globalisierten Welt mit einer globalisierten Musikindustrie verwundert es natürlich nicht, dass die französischen Spitzenplätze der Charts uns in weiten Teilen bekannt vorkommen. Doch natürlich gibt es auch kleine bis große Unterschiede: Pitbulls “International Love” zum Beispiel, eine Zusammenarbeit mit Chris Brown, wurde bei uns bislang noch nicht veröffentlicht, während Madonna sich bei uns längst wieder aus den Top 10 verabschiedet hat. Bei uns überhaupt nicht bekannt ist außerdem die Musikerin Irma (siehe unten), während mancher Sexion d’Assaut noch durch ihren Hit “Desolé” kennen dürfte, der auch bei uns in den Top 20 war. Gotye ist in Frankreich derweil gerade erst im Kommen.

1. Michel Telo – Ai Si Eu Te Pego
2. Shakira – Je l’aime à mourir
3. Madonna – Give Me All Your Luvin’
4. Lana Del Rey – Video Games
5. Irma – I Know
6. Pitbull feat. Chris Brown – International Love
7. Sexion d’Assaut – Avant qu’elle parte
8. LMFAO – Sexy And I Know It
9. Collectif Paris – Africa pour l’Unicef – Des ricochets
10. David Guetta feat. Sia – Titanium

Einsteiger der Woche: Whitney Houston – I Will Always Love You

Eigentlich müsste man ja von einem “Wiedereinsteiger” reden, denn bereits 1993 war der Song der großen Soul- und R’nB-Diva bereits auf Platz 1 der französischen Top 10 und verkaufte sich über 300.000 Mal. Klar, dass der Klassiker nach dem Tod der Sängerin noch einmal ein Revival feiert, gleichzeitig stellt sich die Frage: Warum tut er das eigentlich bei uns nicht?

Absteiger der Woche: Lana del Rey – Born To Die

Der Hype um Lana del Rey klingt nicht nur hierzulande ab – auch in Frankreich scheint man so langsam genug von der Überpräsenz der möndänen Musikerin zu haben. Zwar hat sich “Video Games” in den französischen Top 10 nur um einen Platz von 3 auf 4 verschlechtert, doch die (bei uns bislang noch nicht veröffentlichte) zweite Single “Born To Die” scheint sich in Frankreich nicht wirklich durchzusetzen. Sie schmiert von Platz 13 auf Platz 28 ab.

Dauerbrenner: Shakira – Je l’aime à mourir

Bei Shakiras spanisch-/französischsprachiger Single “Je l’aime à mourir” (“Ich liebe ihn bis in den Tod”) handelt es sich um eine Coverversion eines Klassikers des französischen Singer-Songwriters Francis Cabrel. Die Sängerin hat diese Version auf ihrer Welttournee 2011 in Frankreich und der Schweiz zum Besten gegeben. Die Ballade belegt bereits seit Dezember Spitzenplätze in den französischen Charts und ist bei unseren Nachbarn ein absoluter Superhit.

Geheimtipp: Irma – I Know

Die Singer-/Songwriterin Irma stammt ursprünglich aus Kamerun und hat sich einen ersten Namen als Musikerin mit diversen YouTube-Videos gemacht, in denen sie Songs wie “I Want You Back” von den Jackson 5 oder “Bubbly” von Colbie Caillat gecovert hat. Im Februar vergangenen Jahres ist in Frankreich ihr Debütalbum “Letter to the Lord” erschienen und hat es bis in die Top 10 geschafft. Auch die Single “I Know” ist sehr erfolgreich und seit Wochen in den Single-Top-10 vertreten. Könnte auch bei uns was werden.

Typisch Französisch: Collectif Paris-Africa – Des Ricochets

Aufgrund seiner Kolonialgeschichte und dem großen Anteil von Franzosen mit afrikanischem Migration pflegt Frankreich ein engeres Verhältnis zu dem Kontinent, als wir es hierzulande tun. Dies zeigt auch die Single “De ricochets” (“Über Umwege”), die eine Allianz aus 60 französischen und afrikanischen Popstars zusammen aufgenommen hat. Die Einnahmen der Single gehen an das Hilfswerk Unicef.

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