Neue Drobos: Fünf schnellere Platten und acht fürs Business

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Zwei neue Drobo-Datenspeicher für kleine und große Büros stellt Data Robotics vor: In das neue Modell Drobo S passen fünf Festplatten, außerdem sorgt ein neuer Kontroller für höhere Übertragungsraten über FireWire 800 und eSATA. DroboElite indes, das neue Flagschiff des Herstellers für kleine und mittlere Unternehmen, hat solche Schnittstellen nicht einmal. Das Gerät lässt sich nur ans Netzwerk anschließen – und fühlt sich dort auch zu Hause. Zwei Drobos gab es vorher, jetzt sind es vier – Data Robotics hat seine Produktpalette verdoppelt.

Das Prinzip eines Drobo: Im Gegensatz zu einem klassischen Raid-Verbund schließt das schicke Gehäuse Speichermedien unterschiedlicher Größe zu einem Verbund zusammen. Um diesen zu vergößern, tauscht der Anwender die Platte mit der geringsten Speicherkapazität gegen eine größere aus. Er kann dies im laufenden Betrieb tun, es gehen keine Daten verloren. Drobo-Gehäuse speichern Daten so, dass stets mindestens eine Festplatte ausfallen kann, ohne dass es zu Datenverlusten kommt. Nach defekten Clustern auf den verwendeten Speichern suchen sie automatisch, sie markieren sie und vermeiden, sie zu beschreiben.

 

Fünf Festplatten und derzeit insgesamt bis zu 10 Terabyte nimmt das neue Modell Drobo S auf. Es kann die Daten darauf so verteilen, dass auch zwei Platten ausfallen können, ohne dass es zu einem Datenverlust kommt. Bislang war diese Option dem DroboPro mit 8 Steckplätzen vorbehalten, sie lässt sich beim Drobo S über die mitgelieferte Software ein- und ausschalten.

Im Gehäuse steckt ein ARM-Kontroller, der im Vergleich zum Standardmodell um 50 Prozent höher getaktet ist. Laut Hersteller soll dies die Übertragungsgeschwindigkeit über FireWire 800 um bis zu 25 Prozent steigern. Dazu gesellt sich nun auch ein eSATA-Anschluss, der gemeinsam mit dem klassischen USB 2.0-Port für eine Vielzahl von Anschlussmöglichkeiten sorgt. Mit einer durchaus gewichtigen Ausnahme: Mit dem NAS-Adapter DroboShare arbeitet das Modell S nicht zusammen. Die offizielle Erklärung des Herstellers gegenüber Engadget: Die Datenübertragung über ein Netzwerk wäre im Vergleich zur direkten Verbindung derart langsam, dass sich die Kunden nur ägern würden.

 

Mit dem DroboElite erschließt sich Data Robotics eine neue Zielgruppe, die der kleinen und mittleren Unternehmen. Das neue Modell basiert im Wesentlichen auf dem Pro-Modell und bietet Platz für acht Festplatten. Der Anwender kann festlegen, ob er einer oder zwei Festplatten das Ableben ohne Datenverlust ermöglichen möchte, seine Wahl kann er auch jederzeit im laufenden Betrieb ändern, wenn beispielsweise der Speicherplatz knapp wird.

Bereits die zur Verfügung stehenden Anschlüsse zeigen, wer das Zielpublikum des Gerätes ist: Lediglich zwei Gigabit-Ethernet-Schnittstellen bietet das Gerät, anders als übers Netzwerk lässt es sich nicht ansprechen. Es kann darüberhinaus bis zu 255 virtuelle “Smart”-Volumes zur Verfügung stellen, für schnelle Kommunikation sorgt das iSCSI-Verfahren, das die Nutzung von SCSI über TCP möglich macht.

 

Ohne Festplatten liegt der Preis des Drobo S in den USA bei 799 US-Dollar, der des DroboElite bei 3.499 US-Dollar. Deutsche Preise liegen macnews.de noch nicht vor.

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