Riddick: Dead Man Stalking - Alle Infos zu der Serie plus dem neuen Kinofilm

Martin Beck
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"Vin Diesel sollte man ab sofort unbedingt im Auge behalten" schrieb die New York Times im Jahr 2000 prophetisch. Gerade lief "Pitch Black – Planet der Finsternis" in den Kinos auf, dessen glatzköpfigen Hauptdarsteller und jungen Regisseur damals noch kein Mensch kannte. Die Tageszeitung sollte Recht behalten: Mittlerweile ist aus "dem stämmigen Typen" ein Actionstar geworden, sein Alter Ego zur Kultfigur. Und die gibt sich demnächst zum dritten Mal im Kino die Ehre.

Riddick: Dead Man Stalking - Alle Infos zu der Serie plus dem neuen Kinofilm



Der Anfang: Pitch Black
In der Rückschau betrachtet erscheint der Kult um den günstig produzierten Sci-Fi-Streifen fast unwirklich. Die Story basierte überdeutlich auf Ridley Scotts ““, die Monstereffekte kann man höchstens als “gut gemeint” verbuchen. Was die Zuschauer jedoch “hookte” war der Charakter, den Vin Diesel und Regisseur David Twohy etablierten: Riddick – eine Mischung aus Rambo und Charles Manson, soziopathischer Killer, hochintelligent und amoralisch zugleich. Die Fans liebten den Kerl mit der finsteren Stimme und den noch finsteren Absichten, der immer cool blieb – selbst wenn ihn schlecht getrickste CGI-Aliens aufmümmeln wollten.

Überraschend an “Pitch Black” erschien vor allem, wie…nunja, überraschend er für einen Genrebeitrag war. Statt einfach die übliche “Zehn kleine Negerlein”-Nummer abzufeiern, bewiesen Twohy und Diesel Mut: “Pitch Black” stellt Riddick zunächst als ausgemachtes Arschloch vor, die vermeintlich Guten entsprechend den üblichen Klischees. Radha Mitchell als starke Anführerin mit Selbstzweifeln, der blonde Kopfgeldjäger, ein farbiger Priester, das nervöse Nervenbündel – man kennt das. Irgendwann sterben sie alle, am Ende überleben immer das Kind und die Frau. Außer in “Pitch Black”!

“Pitch Black” ist kein übermäßig großer Erfolg an der Kinokasse beschieden, dafür jedoch ein umso größeres Fanecho. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda wird die DVD zum respektablen Achtungshit, gut genug um eine Fortsetzung durchzusetzen. Universal ließ sich nicht lange bitten, schließlich hatte sich Vin Diesel zwischenzeitlich mit “” an die Spitze Hollywoods durchgearbeitet. Das war der Auftakt für die Chroniken von Riddick.

Das Spiel: Chronicles of Riddick – Escape from Butcher Bay
2004 war das Jahr des Richard B. Riddick. Statt einer simplen Fortsetzung forcierte Universal eine ganze Kampagne, die den gemeinen Fan auf allen medialen Kanälen penetrieren sollte. Für den DVD-Markt wurde ein Zeichentrick-Prequel produziert, das die Brücke zwischen “Pitch Black” und “Chronicles of Riddick” schlägt. “” verlässt sich dabei erstmals auf den Namen seines Protagonisten.

Für den Videospiel-Markt schob man ebenfalls ein Projekt nach, das jedoch zunächst kaum Beachtung fand. Die Spieler fürchteten, dass “” die üblichen Merkmale einer Filmumsetzung teilen würde – schnell und billig produziert, themenfremd, qualitativ minderwertig. All das war “Escape from Butcher Bay” nicht.

Das federführende Studio entwarf stattdessen eine genial durchdachte Atmosphäre, die exakt auf seinen Protagonisten abgestimmt war. Riddick war hier noch cooler, noch ambivalenter, noch tödlicher. Statt stumpfer Haudrauf-Action gab’s Schleichpassagen, denn auch ein Vin Diesel ist halt nicht unbesiegbar. Die Mischung war grandios, die Grafik ein Hammer – Presse und Fans waren begeistert. 2009 legte “” noch einmal nach – als Quasi-Add-On.

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